Fast 40 000 Besucher in der Herpine

+
Absolute Stille – die Herpine-Saison 2015 ist nun beendet. Derzeit ist die Familie Hutt mit den Aufräumarbeiten und Wintervorbereitungen beschäftigt. Im März kommenden Jahres geht’s im Waldfreibad dann weiter.

Halver -  Seit vergangenem Sonntag ist die Herpine-Saison 2015 Geschichte. Das Waldfreibad hat geschlossen und wird auf die Winterpause vorbereitet. Aber die vergangenen Monate waren zum Teil rekordverdächtig.

39 948 Besucher kamen seit der Eröffnung im Mai in die Herpine. „Das sind die meisten Besucher, seit ich hier arbeite“, sagt Schwimmmeister Rainer Hutt, der seit 2010 im Waldfreibad tätig ist. Mit diesem überaus guten Ergebnis geht die Familie Hutt besonders gern in den wohlverdienten Urlaub.

Der besucherstärkste Monat war in diesem Jahr der Juli. Allein in der ersten Monatswoche kamen 12 659 Gäste in das Waldfreibad. Als „absoluter Ausnahmetag“ wird Rainer Hutt wahrscheinlich noch lange der 4. Juli in Erinnerung bleiben. An eben diesem Samstag zählte das Herpine-Team am Eingang 4280 Besucher. „So etwas hat es hier vorher noch nicht gegeben“, berichtet Hutt im Gespräch mit unserer Zeitung.

Insgesamt waren es am ersten Juliwochenende (3. bis 5. Juli) 6955 Männer, Frauen und Kinder, die das erfrischende Nass im Herpinetal aufsuchten.

Die Saison startete jedoch relativ verhalten. Der Mai war noch lange kalt und feucht – 500 Besucher waren es im Wonnemonat insgesamt. Der Juni steigerte sich stetig mit mehr als 4000 Gästen. Der Juli konnte nahezu auf ganzer Ebene überzeugen und auch der August zeigte sich in diesem Jahr von seiner sonnigen Seite. In der Woche vom 3. bis 9. August kamen 6495 Gäste.

Aufsichtspflicht wird oft verletzt

„Ich bin überaus zufrieden mit der Saison“, sagt Hutt. Nicht nur der Saisonkartenverkauf habe zugenommen, auch die Anzahl der Stammgäste steige stetig. „Viele von ihnen bedanken sich nach der Saison persönlich bei uns und geben uns ein positives Feedback. Das ist schon schön“, sagt Schwimmmeister Rainer Hutt.

Doch bei allen positiven Erinnerungen gibt es auch immer noch Dinge, die laut Hutt im kommenden Jahr besser laufen können. „Ich habe das Problem, dass viele Eltern meinen, mit dem Lösen der Eintrittskarte ihre Aufsichtspflicht an uns zu übertragen.“ Immer wieder müsse er Eltern oder die zuständigen Aufsichtspersonen darauf hinweisen, dass Nichtschwimmer auch im dafür vorgesehenen Bereich bleiben sollten und nicht unbeaufsichtigt im Becken schwimmen. „Wenn etwas passiert, wird bei der Suche nach dem Schuldigen zuerst auf uns Rettungsschwimmer gezeigt.“ Er werde daher nicht müde, immer wieder darauf hinzuweisen.

„Wir nerven unsere Gäste ja nur ungerne mit wiederkehrenden Ansagen über die Sprechanlage. Aber oft genug muss es einfach sein.“ Vollste Aufmerksamkeit und Konzentration verlangen da vor allem Ausnahmetage wie der 4. Juli, der in gewissen Situationen auch schon mal Konsequenzen fordert: Rainer Hutt holte an eben diesem Tag ein noch junges Mädchen mit Schwimmflügeln von der Schwimminsel im Schwimmerbereich. Während die Mutter des Kindes in der Sonne badete, war der Vater am Volleyballfeld, erinnert sich Hutt. Als die Eltern ihr Kind bei Hutt abholen wollten, hätten sie aber keine Einsicht ob ihrer unterlassenen Aufsichtspflicht gezeigt. „Stattdessen warf mir der Vater ein eindeutiges Schimpfwort an den Kopf. Daraufhin habe ich ihm Platzverbot erteilt.“

Hinzu käme, dass sich viele Gäste nicht an das Glasflaschenverbot in der Herpine halten würden. Zwar seien 90 Prozent der Gäste einsichtig, wenn Rainer Hutt sie bittet, die Glasflaschen abzugeben. Trotzdem würde es vieles erleichtern, wenn die Flaschen erst gar nicht mitgebracht werden, betont Hutt.

Ob sich alle Herpine-Gäste in Zukunft an die Vorschriften halten werden, erfährt Schwimmmeister Rainer Hutt erst im kommenden Jahr. Nun wird die Anlage des Waldfreibades winterfest gemacht.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare