Familienzentrum reagiert auf Umfrage-Ergebnis

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Einrichtungsleiterin Petra Dörenbach und ihr Team hoffen, mit den neuen Angeboten den Nerv der Eltern zu treffen. Dazu gehört auch eine Mutter-Kind-Gruppe zur musikalischen Früherziehung.

HALVER ▪ Nicht nur Parteien lassen gerne die „Basis“ entscheiden – auch frischgebackene Familienzentren wollen wissen, welche Wünsche es zu erfüllen gilt. So startete die Kindertagesstätte St. Nikolaus, seit 1. August bekanntlich mit dem Titel „Familienzentrum“ ausgestattet, im Juli eine Umfrage, mit der den Bedürfnissen der Eltern auf den Grund gegangen werden soll.

Immerhin 42 von fast 80 verteilten Bögen konnten ausgewertet werden. Nun liegen die Umfrageergebnisse vor – und auch erste Konsequenzen daraus präsentierte Einrichtungsleiterin Petra Dörenbach gestern.

Aufgegliedert in die Themenbereiche Begegnung, Bildung und Bewegung ging es für die Eltern darum, die eigenen Vorstellungen von der Arbeit mit und im Familienzentrum zu äußern. „Dabei stellte sich heraus, dass sich viele mehr gemeinsame Aktionen und Projekte wünschen, gefolgt von dem Wunsch nach Familiengottesdiensten und Elterncafés mit spezialisierten Referenten“, erläutert Dörenbach. So seien etwa Einladungen von Logopäden oder anderen Fachkräften zu Frühfördermöglichkeiten denkbar.

Eine Überraschung stellt für Petra Dörenbach der vielfache Wunsch nach einer Stärkung der Erziehungskompetenz dar. Kurzum: Eltern wollen noch genauer wissen, wie sie in bestimmten Situationen mit dem Kind reagieren sollten. Auch weitere Informationen über die Bedeutung von Spielen und der Malentwicklung standen bei den Eltern bei der Umfrage hoch im Kurs. Entsprechende Angebote wünschen sich die Familien jedoch vor allem am Nachmittag – inklusive der Kinderbetreuung. „Ich denke, dass der Abend für die Familien enorm wichtig ist. Keine Termine zu haben, um einfach mal abzuschalten, das ist wichtig“, schlussfolgert die Kita-Leiterin, die auch den größten Wunsch im Bereich Bewegung nach Wanderungen für Eltern und Kinder Rechnung tragen will. Waldtage und Angebote im (bald vielleicht neu eröffneten) Klettergarten sind weitere Punkte, die genannt wurden.

Einen weiteren Wunsch, der in der Umfrage deutlich wurde, erfüllt das Team des Familienzentrums jedoch bereits am Donnerstag, 9. Dezember: Auch Angebote zur Entspannung für Eltern werden nachgefragt – und so wird die Heilpädagogin Beate Wittgens aus Lüdenscheid an jenem Tag ab 19 Uhr allen Interessierten die Möglichkeit zum „Relaxen“ geben.

Und dabei soll es nicht bleiben. Dem Wunsch nach gemeinsamen Aktionen für Eltern mit Kindern will das Familienzentrum mit der neuen Mutter-Kind-Gruppe „Rasselschwein & Glockenschaf“ nachkommen. Immer freitags von 9 bis 9.45 Uhr will Judith Kaula Zwei- bis Dreijährige mit ihren Eltern in die Welt der Klänge entführen. Dabei setzt sie auf Orff-Instrumente wie Rasseln, Klanghölzer und Trommeln, um bei Mitspiel-Liedern und anderem mit Spaß den Zugang zur Musik zu finden. Dieser Kursus startet am 3. Dezember, dauert bis zum 25. Februar an und kostet 15 Euro. Anmeldungen nimmt das Familienzentrum noch bis zum 19. November unter Telefon 0 23 53 / 90 37 37 an.

Darüber hinaus soll die Kunstpädagogin Bettina Blum am 19. Januar Eltern über die Bedeutung der Malentwicklung von Kindern informieren. Weitere Informationen zu diesem Seminar werden rechtzeitig veröffentlicht. ▪ Frank Zacharias

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