Familie blickt fassungslos auf Zerstörungen

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Ein trauriges Bild bietet sich in Büchenbaum: die verkohlten Reste der Maschinen.

HALVER ▪ Die Ermittlungen zur Ursache des Großbrandes in Büchenbaum haben gestern ein Ergebnis gebracht. Der Brandsachverständige und ein Beamter der Kriminalpolizei haben keine Hinweise dafür gefunden, dass ein Feuer gelegt wurde. Damit wird eine Brandlegung durch Dritte ausgeschlossen. Daher geht die Polizei nach der zweieinhalbstündigen Ermittlung am Brandort davon aus, dass ein technischer Defekt einer Maschine in der Halle neben dem Wohnhaus die Ursache für den Großbrand ist, der zu einem Sachschaden von insgesamt rund 500 000 Euro geführt hat.

Doch nicht nur die Brandermittler waren gestern in Büchenbaum. Immer noch fassungslos blickten auch die beiden Kinder und Vater Uwe Schulze auf das, was zuvor ihr Wohnhaus war. Ihnen bot sich auch zwei Tage, nachdem ihr Hof in Flammen aufgegangen ist, noch ein Bild der Zerstörung. Die Halle mit den ausgebrannten Maschinen ist komplett verkohlt, ebenso wie das Wohnhausdach. Nachdem während des Brandes Löschwasser in die darunter liegenden Räume geströmt war, floss gestern der Regen in das Gebäude. „Das Wasser läuft oben rein und unten wieder raus“, erklärte der Familienvater mit traurigen Augen. Von Bewohnbarkeit der eigenen vier Wände könne keine Rede sein. Er rechnet damit, dass sein Haus abgerissen werden muss.

Schnell konnte die fünfköpfige Familie bei der Familie Bux in Hohenplanken unterkommen. Hier sei ihnen direkt eine Wohnung angeboten worden, so Schulze. „Die Hilfsbereitschaft ist groß.“

Derzeit ist ansonsten natürlich Improvisation gefragt. So werden die Kühe mithilfe eines Notstromsaggregats in einer unterhalb des Hofes gelegenen Scheune gemolken. Der Hund der Familie Schulze ist bei Bekannten untergekommen, die Katze, immer noch total verschreckt ob der Ereignisse, bei Nachbarn. ▪ Marco Fraune

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