Falke brütet auf Fensterbank

Jetzt heißt es warten bis das Falken-Weibchen die fünf Eier in dem Nistkasten auf der Fensterbank in der dritten Etage des Hauses in Bergfeld ausgebrütet hat und die Jungvögel schlüpfen. - det

HALVER - Zuerst war es ein handelsüblicher Blumenkasten, wie er an Balkonen oder auf Fensterbänken benutzt wird, den Falken - möglicherweise ein Turmfalke - als Nistplatz nutzten. Tula Kerefidou, die vor drei Jahren die Wohnung in Bergfeld kaufte, hat den Blumenkasten dann gegen einen Nistkasten ausgetauscht.

Seitdem kann die Halveranerin beobachten, wie das Weibchen jedes Jahr Eier ausbrütet. „Einmal sind es sechs Eier gewesen“, erzählt Kerefidou. Alle Jungen seien geschlüpft. Im vergangenen Jahr lagen „nur“ drei Eier im Nistkasten. Die werden vom Weibchen alleine ausgebrütet, während das Männchen für das Futter sorgt.

Für Tula Kerefidou ist es natürlich besonders spannend, die jungen Falken beobachten zu können. Denn während das Weibchen oft genug schon beim vorsichtigen Öffnen der Vorhänge („Die haben wir extra angebracht, damit die Falken ihre Ruhe haben“) naturgemäß das Weite sucht und in einem nahegelegenen Baum auf Beobachtungsposten geht, können die Jungtiere natürlich noch nicht fliegen und damit aus dem Nest flüchten.

Natürlich würde es reizen, die Jungtiere, die ein weiches Flaumfederkleid tragen, vorsichtig zu streicheln. Allerdings gehe dies nur in den ersten Tagen, danach erwarten die Jungvögel offensichtlich stets Futter, welches mit den harten Schnäbeln eingefordert wird.

Gleichwohl seien die jungen Falken recht zutraulich. Auch, nachdem die Greifvögel flügge geworden sind, kämen sie häufiger zurück zum Haus in Bergfeld. „Einmal ist ein junger Falke mal in unser Kinderzimmer geflogen“, erzählt Tula Kerefidou. Das Tier habe sich aber ohne größere Probleme von ihr in die Hand nehmen lassen. Sie brachte den jungen Falken zum Fenster, wo er dann davonflog.

Bei der Halveranerin füllen sich mittlerweile mehrere „Foto-Tagebücher“, in denen sie Bilder von den Eiern wie auch von den Jungtieren eingeklebt hat. Da werden jetzt auch wieder einige weitere hinzukommen, denn das Falken-Weibchen brütet im Nistkasten auf der Fensterbank in der dritten Etage fünf Eier aus.

Dabei lässt sich der Falke weder vom Papagei, noch vom Hund von Tula Kerefidou irritieren. „Der Hund hat den Falken aber noch nicht entdeckt, glaube ich“, sagt sie. Und so können die Greifvögel vorerst weiter in Ruhe auf der Fensterbank brüten und ihren Nachwuchs aufziehen. - Det Ruthmann

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