Berauschendes Musikspektakel mit Falk & Sons

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Dieter Falk mit seinen Söhnen Paul und Max und Christoph Terbuyken (von links) machten auf ihrer Abschiedstournee in der Nicolai-Kirche einen Halt und präsentierten ein mitreißendes Konzert.

Halver - Die berühmte Toccata aus der Feder von Barockmeister Johann Sebastian Bach – fraglos das bekannteste Orgelstück der europäischen Kirchengeschichte und Titelsong des zweiten Albums von Falk & Sons – durfte beim Konzert von Falk & Sons am Samstag nicht fehlen.

Mit einem mitreißenden, frenetisch gefeierten Konzert starteten Erfolgsproduzent, Pianist und Arrangeur Dieter Falk und seine Söhne in der Halveraner Nicolai-Kirche ihre Abschiedstournee nach zehnjähriger Zusammenarbeit. 

Vier Jahre nach ihrem Konzert in der „Turck-Arena“, wie Dieter Falk formulierte, rockten der gebürtige Siegerländer und seine Söhne Paul (Keyboards und Gesang) und Max (Schlagzeug) die voll besetzte Kirche in Halver. Sogar auf den Emporen rockten, feierten, tanzten und klatschten die Zuhörer begeistert mit.

Spagat zwischen Barock und Moderne

Keine Gelegenheit zum Mitmachen ließ sich das Publikum, das die Falks mit stehenden Ovationen feierte, entgehen. Wie vor vier Jahren waren die Albert Singers unter Leitung von Matthias Ortmann Zünglein an der Waage im überwältigenden, berauschenden Musikspektakel, das die Falks mit ihrem Bassisten Christoph Terbuyken bei ihrem Spagat zwischen Barockmusik und Moderne boten. 

Als eine bunte Zeitreise durch die Pop- und Kirchengeschichte kündigte Dieter Falk sein Programm „A tribute to Luther, Bach & Co.“ an. Seine großen Vorbilder seien jedoch nicht nur Bach, Luther und Paul Gerhardt, sondern auch Musiker wie Al Jarreau, Elton John, Adele und die britische Rock-Pop-Band Coldplay, bekannte der Komponist. Jeder Titel – neu interpretiert und durch Elemente aus Rock, Pop und Jazz erweitert – zeigte, dass dem in der Tat so war.

Max Falk am Schlagzeug (links) und sein Bruder Paul (Mitte) sind seit etwa zehn Jahren mit ihrem Vater Dieter Falk als Falk & Sons in Deutschland unterwegs. Nun beenden sie ihre Zusammenarbeit und gehen unterschiedliche Wege.

Zu geistlichen Werken wie „Christ ist erstanden“, einem Osterchoral aus dem 13. Jahrhundert, den Luther adaptierte, oder „Ein feste Burg ist unser Gott“ – das Luther-Lied schlechthin – eröffnete Dieter Falk einen völlig neuen Zugang. Stets war die Originalmelodie – bekannt und vertraut – herauszuhören. Der neue, zeitgemäße „Anstrich“, den Falk den alten Kirchenliedern verpasste, ließ jedoch nie lange auf sich warten. 

Großer Moment des Abschiedskonzerts

Bei der Toccata, die einer der ganz großen Momente des Abschiedskonzerts war, brachen alle Dämme. Nicht zuletzt beim Wunschkonzert aus dem Kirchengesangbuch stellte Dieter Falk seine Virtuosität an den Tasten und sein improvisatorisches Können unter Beweis.

„Johann Sebastian Bach und alle Kirchenmusiker nach ihm mussten improvisieren“, erklärte er – und demonstrierte eindrucksvoll, dass auch er sich bestens darauf versteht. 

Zusätzlichen Glanz erhielt das Konzert durch Ohrwürmer von Paul Falk, der seine erste CD „1000 Lieder“ herausgebracht hat und sich nun nach der Tournee auf seine eigene Musik konzentrieren möchte. 

Zeitreise mit dem heimischen Chor 

Die „Allererste Liebe“, die er gefühlvoll besang, verursachte dabei wohliges Kribbeln im Bauch der Zuhörer. 

Zu Höhepunkten der kongenialen musikalischen Zeitreise gerieten die gemeinsam mit den Albert Singers & Friends vorgetragenen Stücke, darunter der Titel „Selber denken“ aus dem Pop-Oratorium „Luther“ von Michael Kunze und Dieter Falk, bei dem die Halveraner unlängst Teil einer riesigen Chorgemeinschaft waren. 

Kraftvoll, zündend und mitreißend geriet der Auftritt des heimischen Chors. Auch bei „Fix you“ von Coldplay, dem absoluten Lieblingssong von Interpret Paul Falk, unterstrich der Chor seine Klasse. Zwei Zugaben gab’s obendrauf.

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