Impfbus in Halver

Fachmarktzentrum im MK: Kuhglocke läutet die Impfung ein

Impfbus-Koordinator Bernd Benscheidt läutet die Kuhglocke, um auf den Impfbus aufmerksam zu machen.
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Impfbus-Koordinator Bernd Benscheidt läutet die Kuhglocke, um auf den Impfbus aufmerksam zu machen.

Bernd Benscheidt läutete die Kuhglocke am Freitag auf dem Parkplatz des Fachmarktzentrums. Der Impfbus-Koordinator wollte so auf das Impfen im Bus des Märkischen Kreises aufmerksam machen. Aber das war gar nicht nicht nötig, viele hatten sich den „Pieks“ fest vorgenommen.

Halver - Einige ließen sich das erste Mal impfen, andere holten sich sogar schon zum dritten Mal den Corona-Schutz ab. Insgesamt ließen sich am Freitag im Impfbus 96 Menschen impfen. Zum ersten Mal stand der Bus am Fachmarktzentrum, vorher war das Fahrzeug an der Frankfurter Straße am Wochenmarkt zu Gast und einmal beim Music Fever Festival an der Heesfelder Mühle.

Es war die 55. Station – vier Stunden lang stand der Bus am Freitag am Fachmarktzentrum. „Wir haben sehr gute Erfahrungen in Kierspe am Fachmarktzentrum gemacht. Deshalb probieren wir das heute auch mal in Halver aus. Es gibt hier sehr viel Laufverkehr”, erklärt der Koordinator. Zu seiner Impfbus-Mannschaft gehören eine Ärztin, eine Verwaltungskraft und vier medizinische Fachangestellte.

Der Impfbus

Der Impfbus des Märkischen Kreises wird von der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) zur Verfügung gestellt. In dieser Woche hält der Bus noch in Lüdenscheid. An diesem Samstag, 9. Oktober, können sich Interessierte von 10 bis 13 Uhr auf dem Sternplatz impfen lassen. Auch da stehen wieder die Impfstoffe von Biontech und Johnson & Johnson im Bus zur Verfügung. Der Impfausweis muss mitgebracht werden. Wenn kein Ausweis vorliegt, kann vor Ort ein neuer ausgestellt werden. Entsprechende Unterlagen liegen vor.

Bis 13 Uhr hatten sich 52 Menschen in Halver impfen lassen. Die Grenze von 6000 Impfungen wurde am Vortag beim Halt in Plettenberg überschritten. „Wir sind sehr zufrieden mit der Annahme des Impfbus-Angebotes”, sagt Bernd Benscheidt. Nach der Station in Halver am Freitag wurden bisher insgesamt 6133 Impfungen im Bus im gesamten Märkischen Kreis durchgeführt.

Zur Überraschung: Beim Impfen kommt es nicht aufs Wetter an. „Wir hatten auch schon lange Warteschlangen bei strömendem Regen”, sagt Bernd Benscheidt, der zum Covid-19-Koordinationsteam des Märkischen Kreises gehört.

Die Wahl hatten die Menschen am Freitag zwischen Biontech und Johnson & Johnson: Ziemlich ausgeglichen schneiden die Impfstoffe bei der Wahl der Menschen ab. „Zu 60 Prozent wird Biontech, zu 40 Prozent Johnson & Johnson gewählt”, sagt Bernd Benscheidt.

Umfrage vor dem Impfbus

Ich bin zum Sport in Halver. Habe gerade gesehen, dass der Impfbus hier steht. Es ist meine dritte Impfung mit Biontech. Als Krankenschwester bin ich schon im Februar zum zweiten Mal geimpft worden.

Tatsiana Litzinger (47) aus Kierspe

Das ist heute meine erste Impfung. Ich möchte nicht die Tests bezahlen. Mein Arbeitgeber testet zwar dreimal die Woche. Das Angebot des Impfbusses habe ich spontan auf der Lüdenscheid-Seite im Internet gefunden.

André Wittig (57) aus Wipperfürth

Ich arbeite ehrenamtlich in der ökumenischen Initiative von Wipperfürth und belege Sprachkurse. Ich muss mich häufig testen lassen. Ab Montag sind Tests kostenpflichtig. Das Geld möchte ich sparen.

Tetiana Boiko (51) aus Wipperfürth

Ich werde bald operiert und deshalb wollte ich mich zeitnah impfen lassen. Ich hätte erst am Dienstag einen Termin beim Arzt in Hagen. Im Internet habe ich gesehen, dass der Impfbus in Halver steht.

Dieter Schnelle (82) aus Hagen

Es ist meine dritte Impfung. Das Angebot des Impfbusses ist klasse. Schön, das ich jetzt nicht mehr weit fahren muss für meine Impfungen. Meine ersten beiden habe ich im Impfzentrum Lüdenscheid machen lassen. Ich bin mit den Impfungen zufrieden. Meine zweite hatte ich im April und ich hatte keine Nebenwirkungen.

Gerhard Könnecke (80) aus Halver

Es ist meine dritte Impfung. Meine zweite Impfung hatte ich im Februar. Als ehrenamtlicher Sterbebegleiter bin ich bislang im Haus Waldfrieden geimpft worden. Doch nun arbeite ich nicht mehr im Haus Waldfrieden und deshalb nutze ich den Impfbus. Toll, dass der hier so bürgernah am Fachmarktzentrum steht.

Ulrich Enneper (75) aus Halver

Ich lebe erst seit September in Deutschland und bin gebürtiger Mexikaner. Es ist heute meine erste Impfung. In Mexiko waren die 30-Jährigen mit dem Impfen erst vor Kurzem dran. So kurz vor der Reise wollte ich mich nicht impfen lassen wegen möglicher Nebenwirkungen. Dort wird gerade Astrazeneca gespritzt

Javier Ventura (34) aus Kierspe

Als Ehefrau von Javier habe ich mit ihm acht Jahre lang in Mexiko gelebt. Auch ich bin erst seit September wieder in Kierspe, meinem Heimatort. In Mexiko gibt es Massenimpfungen und es wird zum Teil Impfstoff gespritzt, der in Deutschland nicht zugelassen ist. Man kann sich den Impfstoff in Mexiko nicht aussuchen. Das hat mich bislang vor einer Impfung abgeschreckt. Glücklich bin ich jetzt über das Impfbus-Angebot, das so angenehm unbürokratisch ist und eine Impfung schnell möglich macht mit dem Impfstoff nach eigener Wahl.

Nina Hartwich (40) aus Kierspe

Ich hatte Corona und kämpfe noch mit den Folgeerscheinungen. Als Genesener lasse ich mich nun impfen, weil ich keine Lust mehr auf das Testen habe. Überzeugt bin ich nicht von der Wirksamkeit des Impfstoffes. Ich arbeite in Halver als Werkzeugmacher. Impfen lasse ich mich jetzt in meiner Mittagspause.

Helmut Schubert (58) aus Kierspe

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