„Sie müssen sich nicht verstecken“

+

Halver – 104 Schüler haben ihr Fachabitur am Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg (ESBK) bestanden und nahmen am Donnerstag ihre Zeugnisse entgegen. In der Pausenhalle verabschiedeten Schulleiter Ulrich Fröndhoff, Bildungsgangleiter Axel Zimmermann und Schulpfarrer Dirk Pollmann die Fachabiturienten mit kurzen Reden.

Unterstützt wurden sie dabei von der Schulband. 2017 starteten 206 Schüler/innen mit der Fachhochschulreife in der Unterstufe. 155 wechselten in die Oberstufe, 104 von ihnen durften sich jetzt über ihren Abschluss freuen. 

„Sie müssen sich mit der hier erworbenen Qualifikation sicher nicht hinter Mitbewerbern von anderen Schulen verstecken“, hob Schulleiter Fröndhoff in seiner Rede hervor. „Der Abschluss der Höheren Handelsschule ist die Voraussetzung vieler Betriebe für eine Anstellung.“ Von besonderer Bedeutung für die Zukunft seien Tugenden wie Verlässlichkeit, Pünktlichkeit und Ehrgeiz. Auch die Arbeitgeber würden auf diese Punkte besonderen Wert legen. 

Bei allem Lob für die erbrachten Leistungen verschwieg Ulrich Fröndhoff aber auch die kritischen Seiten nicht: „Auch wir hätten uns von dem einen oder anderen etwas mehr Tugendhaftigkeit und Ehrgeiz gewünscht. Einige haben ihr Potenzial sicher nicht in dem Maße ausgeschöpft, wie es bei normalem Einsatz für die Schule möglich gewesen wäre. Aber: Schwamm drüber“. 

Für Erheiterung aber auch Nachdenklichkeit sorgte Pfarrer Dirk Pollmann, der für seine Rede die Themen „Schutz“ und „Klimawandel“ wählte. „Der Sommer verspricht viel blauen Himmel, Fahrten im offenen Wagen, eine lange Freibadsaison und Partys“, versprach der Pfarrer, erinnerte aber auch an die Nachteile: „Die Hitze hat auch ihre Gefahren. Helfen kann immer noch Sonnencreme, Sonnenbrille und Sonnenhut.“ Während seiner Rede ersetzte Dirk Pollmann seine Brille durch eine Sonnenbrille, setzte sich einen Strohhut auf und cremte sich mit Sonnenmilch ein, was mit lautem Beifall der Schüler quittiert wurde. 

Seine Aussage hatte aber einen ernsten Hintergrund. „Es geht um Schutz vor der allzu stechenden Sonne oder um praktische Überlebenshilfe im Freien angesichts großer, globaler Gefahren“, mahnte Pollmann. Alle könnten etwas tun, um den Klimawandel zu mildern, resümierte er – doch stoppen ließe er sich vermutlich nicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare