Von der Fabrik zur Denkfabrik: Tag der Architektur bei Escha

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Die Halle der Firma Escha, die am Tag der Architektur besichtigt werden kann, wurde innerhalb eines halben Jahres komplett umgebaut. Der größtmögliche Nutzen wurde aus ihr herausgeholt.

Halver - In einer Produktionshalle wird ein gewisser Schallpegel als durchaus normal hingenommen. Für ein Team von Konstrukteuren, die gerade an einer Lösung arbeiten, wäre diese Beschallung ein K.-o.-Kriterium.

In einer Produktionshalle wird ein gewisser Schallpegel als durchaus normal hingenommen. Für ein Team von Konstrukteuren, die gerade an einer Lösung arbeiten, wäre diese Beschallung ein K.-o.-Kriterium. 

Wie man architektonisch aus einer Fabrik eine Denkfabrik macht, davon können sich Besucher zum Tag der Architektur ein Bild bei der Firma Escha machen. An der Elberfelder Straße 32 werden am Samstag, 23. Juni, die meisten Türen offen stehen. 

Eine Halle mit neuer Nutzung 

Von 11 bis 16 Uhr können sich Halveraner und Gäste von außerhalb ansehen, wie fast 1400 Quadratmeter Fläche von einer Produktionshalle zu Konstruktionsbüros, Besprechungsräumen und Prüflabor umgebaut worden sind. Nach Bedarf wird eine fachkundige Begleitung vom Büro CL Architektur angeboten. Zudem stehen auch Mitarbeiter der Firma Escha den Besuchern für Fragen rund um Produkte und das Unternehmen zur Verfügung. 

Das Unternehmen Escha ist für seine Steckverbindungen bekannt. Am 23. Juni steht allerdings eine Halle mit einer Fläche von 1400 Quadratmetern im Mittelpunkt.

Um das leibliche Wohl kümmert sich der Freundeskreis Herpine, der Waffeln anbietet. Die Einnahmen kommen anschließend dem Waldfreibad zugute.

Die Halle, so das Ziel des Bauherren Dietrich Turck, sei gewesen, eine ganze Reihe von sich widersprechenden Anforderungen zu erfüllen. Denn wo bis zum Umzug der Produktion in den Neubau 150 Menschen Steckverbinder produziert haben, befinden sich jetzt Konstrukteure und Ingenieure auf einer Ebene mit Besprechungsräumen sowie Prüf- und Laboreinrichtungen. 

Die architektonische Herausforderung für das Team um Architekt Stefan Czarkowski bestand darin, dass die Konstrukteure in ihrem Arbeitsalltag nicht von den Geräusch- und Umwelteinflüssen der Prüfvorrichtungen gestört werden. 

In den Prüfeinrichtungen werden die Steckverbinder zum Beispiel Hitze- und Kältetests unterzogen sowie auf Wasser- und Staubdichtigkeit getestet. Zudem gibt es Einrichtungen für Schwingungs- und Hochfrequenztests. Dadurch wird sichergestellt, dass sie auch in extremen Einsatzbereichen ihre Funktionsfähigkeit gewährleisten. Die Steckverbinder kommen unter anderem in der Automatisierungsindustrie sowie in Schienenfahrzeugen oder Windkraftanlagen zum Einsatz. 

Interessant dürfte der Besuch zum Tag der Architektur aber nicht nur für fachlich Interessierte sein. Auch die Kollegen, die bis zum Umzug an die Märkische Straße dort gearbeitet haben, dürften staunen, was aus ihrer alten Wirkungsstätte in nur einem halben Jahr Umbauzeit geworden ist.

Historische Entwicklung

Gegründet wurde Escha am 15. Februar 1983 von Eugen Schmidt, Werner Turck, Hans Timptner und Sigrid Dockhorn-Timptner als selbstständiges Unternehmen. Es gibt keine Zugehörigkeiz zu Turck. Zunächst konzentrierte sich die Firma auf die Metallverarbeitung. 1985 kamen Kunststoffbauteile und Steckverbinder hinzu. Kurze Zeit später erfolgte die Öffnung für die allgemeine Marktnachfrage unter eigenem Namen. Das Unternehmen entwickelte sich von einem regional ausgerichteten Kleinstunternehmen zu einem weltweit aktiven und unabhängigen mittelständischen Familienunternehmen. Ein paar Daten:

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