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Exhibitionisten und Vandalismus: Sonntagstests im Auto vorbei 

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Von: Sarah Lorencic

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Corona-Test
Eine medizinische Mitarbeiterin hält in einem Corona-Testzentrum ein Abstrichstäbchen in der Hand. © Matthias Balk/dpa/Symbolbild

Die wenigen Testungen sind die eine Sache. Die andere aber sind die Polizeieinsätze in den vergangenen drei Wochen, die nun beschleunigten, dass es das Testzentrum sonntags nicht mehr geben wird.

Halver – Das Testzentrum Safi stellt ab sofort die Testungen im Drive-in-Zentrum an der Karlshöhe ein. Das teilt Geschäftsführer Finn Binczyk mit. Hintergrund seien vor allem die zurückgehenden Testungen, wie der Lüdenscheider sagt. Nur noch rund 30 Tests sind es an den vergangenen Sonntagen gewesen.

Allerdings waren die vergangenen drei Testtage auch von Ereignissen geprägt, die einen Rückzug aus Halver beschleunigt haben. An einem Sonntag wurden die Mitarbeiterinnen von einem betrunkenen Mann überrascht, der sich ins Testzelt setzte und nicht mehr ging. Sie riefen daraufhin Finn Binczyk an, der versuchte, den Mann zum Gehen zu bewegen, allerdings ohne Erfolg. Die Polizei musste helfen. Zum wiederholten Male rückten die Beamten aus, als sich zwei Exhibitionisten vor den Testerinnen entblößten.

Zelt zerschnitten

Zu guter Letzt wurde am vergangenen Sonntag das Zelt mit Messern zerschnitten. Jetzt haben sich Finn Binczyk und Mitgeschäftsführer Emrah Sahin dazu entschieden, die Zelte abzubrechen. Nach 7000 Tests in Halver ist jetzt Schluss. „Für Sonntags ist das eine riesen Zahl“, sagt Binczyk. Doch derzeit lassen sich in Halver nur noch wenige Personen am Sonntag teste. Sollte sich noch einmal ein Bedarf ergeben, würden die Geschäftsführer ihre Teststelle wieder öffnen. Für 30 Tests lohne sich der Auwand derzeit jedoch nicht. Und zwei Polizeieinsätze und ein zerstörtes Zelt reichen vorerst auch.

Im Januar hatten die Geschäftsführer aus Lüdenscheid neben ihrer Teststelle in ihrer Heimat auch eine Drive-in-Teststation in Halver eröffnet. Mit ihrem Sonntags-Angebot lockten sie viele Tester an und füllten eine Lücke. Zunächst nutzten sie den Kaufland-Parkplatz. Mit Beginn der Bauarbeiten für die Löschwasserversorgung des Lebensmittelhändlers mussten sie an die Karlshöhe ausweichen und waren bis Sonntag auf dem Parkplatz des Schlemmer-Imbisses an der L528 zu finden.

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