Kirchengemeinde plant Urnengräber auf dem Friedhof in Oberbrügge

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Als Verschluss der Edelstahlröhren könnte eine Bronzescheibe dienen.

Oberbrügge - Die Evangelische Kirchengemeinde Oberbrügge prüft derzeit die Möglichkeit, Urnengräber auf dem Friedhof am Glockenweg einzurichten. Diese Form der Beisetzung könnte vor allem für Ehepaare interessant sein.

„Das neue Urnenfeld soll sogenannte Baumbeisetzungen ermöglichen“, erläutert Roland Pfeiffer, Baukirchmeister der evangelischen Kirchengemeinde. Auf einer Fläche von rund 300 bis 350 Quadratmetern würde die Gemeinde zunächst einen oder mehrere Bäume anpflanzen.

Dann sollen acht Edelstahlröhren kreisförmig um jeden Baum in die Erde eingelasssen werden. In jeder Röhre finden zwei Urnen Platz. Als Verschluss würde ein Deckel – beispielsweise aus Bronze – dienen. Darauf graviert wird der Name des Verstorbenen, das Geburts- und Sterbedatum. „Diese Variante unterscheidet sich von den klassischen Urnengräbern, sogenannten Reihengemeinschaftsgrabfeldern, die nebeneinander liegen“, sagt Pfeiffer. Für Ehepaare, die eine gemeinsame Grabstätte und Urnenbestattung bevorzugen, sei dies eine mögliche Form der Beisetzung. Da auf vielen Friedhöfen der Umgebung Baumbeisetzungen angeboten werden, denken auch die Verantwortlichen der Evangelischen Kirchengemeinde Oberbrügge über diese Möglichkeit nach.

Die Pläne sind noch nicht ausgereift, das Kreiskirchenamt müsste ebenfalls noch seine Zustimmung für das Projekt erteilen. „Außerdem müssen wir erst einmal prüfen, ob diese Form der Bestattung überhaupt Interessenten anlockt.“ Erste Gespräche beim Neujahrsempfang der Stadt Halver seien jedoch positiv verlaufen, berichtet Pfeiffer. Fakt ist, die Gemeinde müsste für die Errichtung des Urnenfelds in Vorleistung gehen. Und dies geschehe erst dann, wenn eine fundierte Kostenkalkulation – auch auf Basis der Rückmeldung aus der Bevölkerung – erstellt wurde.

„Es würde mich freuen, wenn wir als Gemeinde dieses Jahr mit dem Pflanzen der Bäume beginnen könnten“, sagt Pfeiffer.

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