Platzsparendes Talent bei „Viva Voce“

Wußten die Zuschauer in der vollbesetzten Aula des Anne-Frank-Gymnasiums mit ihrem „Commando a Capella“ gleich von Anfang an zu begeistern: „Viva Voce“. ▪ Baankreis

HALVER ▪ Anders, als in der Vorankündigung angepriesen, tanzten die Zuschauer am Freitagabend in der Aula des Anne-Frank-Gymnasiums doch nicht auf den Stühlen. Stehende Ovationen, tosender Applaus und lautstarkes Mitsingen reichten aber auch, um die Begeisterung über den Auftritt von „Viva Voce“ perfekt auszudrücken.

Verdient hatte sich das Quintett aus dem Frankenland den Beifall allemal. Mit ihrem Konzert „Commando A Capella“ überzeugte das Ensemble die rund 350 Zuschauer von Beginn an. Und das völlig ohne echte Instrumente. Denn „Viva Voce“ beschränken sich ausschließlich auf a Capella-Auftritte. Ganz auf instrumentale Unterstützung muss das Quintett auf der Bühne aber nicht auskommen. Durch ein „Beatboxing“ der besonderen Art gab es, wenn nötig, Unterstützung von Schlagzeug und Bass. Besonders begabt zeigte sich dabei Jörg Schwartzmanns, der nahezu perfekt ein Schlagzeug alleine mit seiner Stimme zum Leben erweckte. Unterstützung mit seiner Stimme „am Bass“ leistete Heiko Benjes.

Neben Rock und Jazz brachten die Musiker sogar einen Techno-Beat zustande. „Andere brauchen für die Rhythmusabteilung zwei Busse. Bei uns reicht eine Rückbank“, sah die Band das Talent in der Gruppe als äußerst platzsparend an. Aber nicht nur als lebende Instrumente sorgte „Viva Voce“ beim Publikum, das zum Teil extra aus Norddeutschland für den Auftritt angereist war, für Stimmung. Auch bei ihrer Auswahl der Lieder trafen die Sänger genau den Geschmack des Publikums. Dabei spielte es keine Rolle, ob „Viva Voce“ in ihrem „Chartblock“ aktuelle Hits wie „I follow Rivers“, „Blow me“ und eine deutsche Version von „Whistle“ spielten oder mit selbst geschriebenen Texten für Stimmung sorgten. Vom „Gefällt mir“-Song, der das Leben in sozialen Netzwerken behandelte, über „Smalltalk Checker“ bis hin zum titelgebenden „Commando a Capella“ und einem Song über den Inder Rajan sorgte die Band durchgehend für gute Laune. Im großen Finale machte die etwas andere Boyband eine Zeitreise in die 1990er Jahre mit einem Medley, bei dem es die Zuschauer nicht mehr auf den Stühlen hielt und alle klatschend und singend vor der Bühne standen. ▪ wes

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