„Umwelttechnisch bald auf dem neuesten Stand“

Dienstagvormittag wurde in Ostendorf der neue Luft-Kühlturm angeliefert. Der vier Meter hohe Turm wiegt rund 400 Kilogramm und versorgt die neue Klimaanlage am Berufskolleg mit Frischluft aus dem Außenbereich. - Fotos: Finger

Halver - „Die Filtertechnik und die Antriebe waren veraltet und nicht mehr standesgemäß. Nach mehr als 45 Jahren war der Motor der Anlage extrem anfällig, vergleichbar mit einem Auto“, erklärt Ralf Potthoff. Im Rahmen der insgesamt 750 000 Euro teuren Sanierungen (wir berichteten) am Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg (ESBK), wird die Klimaanlage der Schule in Ostendorf erneuert.

Nicht nur Muskelkraft, auch die Hilfe eines hydraulischen Krans war Dienstagmorgen in Ostendorf von Nöten. Der vier Meter hohe und rund 400 Kilogramm schwere Luft-Kühlturm, der die neue Klimaanlage des Berufskollegs mit angesaugter Außenluft versorgt, wurde angeliefert und mit Schwerlast-Dübeln im Boden verankert.

„Umwelttechnisch ist die Schule bald auf dem neuesten Stand. Die Anlage versorgt den alten Filmsaal mit Frischluft und entfeuchtet sie automatisch. Das geschieht über die Messung der Ablufttemperatur“, erklärt der Heizungs- und Lüftungsanlagen-Mechaniker Ralf Potthoff von der Firma Hilchenbach. „Maximal schafft die neue Maschine eine Luftbewegung von 40 000 Kubikmetern pro Stunde. Insgesamt sechs Zuläufe und neun Abläufe haben wir im Konferenz- und Klausurraum angebracht.“ Seit vier Wochen ist er mit der Installation und der Anbringung von Zu- und Abluftkanälen in den Keller- und Außenbereichen des ESBK beschäftigt. Hierfür mussten große Teile der Deckenkonstruktion von mehreren Räumen abmontiert werden, um so an die Kanäle im Betonkonstrukt der Berufsschule zu gelangen. Auch die Elektroverkabelung der Heizungs- und Lüftungsanlage sind überprüft worden. Rund drei Kilometer Kabel wurden getauscht und großteils neu verlegt. Die Erneuerung der Klimaanlage für den 170 Quadratmeter großen, früheren Filmsaal, der heute für Klausuren und Lehrerkonferenzen genutzt wird, ist eine der Sanierungsmaßnahmen, die der Märkische Kreis in den Sommerferien gestartet hatte. Die Gesamtkosten für alle Arbeiten belaufen sich auf rund 750 000 Euro.

Am Mittwoch, 10. September, sollen die derzeitigen Arbeiten, die rund 85 000 Euro kosten, abgeschlossen sein. Dann erfolgt die Endabnahme durch einen Sachverständigen. Eine erste Kontrolle gab es bereits am vergangenen Freitag. Hierbei wurde die eingebaute Brandschutzanlage, die mit dem Belüftungssystem verbunden ist, erfolgreich getestet. Sofern es keine Beanstandungen gibt, wird die Anlage am selben Tag in Betrieb genommen.

Von Benny Finger

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