Haus Waldfrieden: Bauanträge gestellt

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Bedarf ist da: Das Haus Waldfrieden soll erweitert werden.

Halver - Die Bauanträge für die Erweiterungsprojekte sind beim Märkischen Kreis gestellt. Gleichzeitig hat die Suche nach einem Generalbauunternehmer begonnen. Im Seniorenquartier Haus Waldfrieden am Hälversprung steht man damit vor einem spannenden neuen Jahr.

Zeitlichen Druck sieht Bernd Lauermann, Geschäftsführer der Waldfrieden KG, allerdings nicht. Es gehe bei dem Vorhaben um zusätzliche Betreuungsangebote. Deshalb werde man in dieser überhitzten Phase der Hochkonjunktur in der Baubranche auch im Interesse der künftigen Bewohner nicht jedes Preiswettrennen mitmachen, wie Lauermann sagt. Gemäß dem zuvor angepeilten Zeitrahmen bleibe es aber beim Ziel, im späten Frühjahr mit dem Bau zu beginnen und die neuen Häuser im Frühjahr bis Sommer 2020 beziehen zu können. 

Das Seniorenquartier Haus Waldfrieden hat sich mit seinem Angebot für demenziell erkrankte Senioren im bisherigen Bestand bereits komplett auf Pflegewohngemeinschaften ausgerichtet, die ambulant betreut werden. Damit werden Empfehlungen des Pflegeneuausrichtungsgesetzes (PNG) umgesetzt. Nun will man mit zwei neuen Gebäuden im Kreuzungsbereich zum Herpiner Weg Wohnungen für ältere Menschen schaffen sowie eine Tagespflege und zusätzlichen Raum für zwei weitere Wohngemeinschaften anbieten. 

15 neue Apartments 

Im neuen Servicewohnen werden voraussichtlich 15 barrierefreie Apartments mit bis zu 53 Quadratmeter Größe für nichtdemente orientierte Senioren mit leichtem Unterstützungsbedarf entstehen, die zuvor selbstständig gewohnt haben, sich dies aber über einen längeren Zeitraum nicht mehr zutrauen. Für diese Gruppe sei ein Platz im Heim aber nicht unbedingt vonnöten, erläutert Lauermann das Konzept. 

Vielfach sei es ausreichend, eine Tagesstruktur über einen „Kümmerer“, die Cafeteria und benachbarte Tagespflege anzubieten, um vorhandene Kompetenzen zu erhalten und bedarfsweise die direkte pflegerische Unterstützung allmählich zu steigern. Dieser Bedarf sei vielfach zu beobachten bei Männern, die ihre Frauen verloren haben und damit auch die Struktur im Tagesablauf, beschreibt Lauermann ein Beispiel aus der Praxis. Der „Kümmerer“ stehe für die Alltagsprobleme der Mieter zur Verfügung.

Im zweiten Haus geht es um Senioren mit bereits höherem Betreuungsbedarf. In den Wohngemeinschaften von zwei mal acht Plätzen sei auch hier der Unterstützungsrahmen individuell wählbar. Der Bewohner bleibe als Kunde selbstbestimmter als im Heim, so die Überlegung dahinter. Zur Verfügung stehen dann Apartments in einer Größe von etwa 20 Quadratmetern plus Bad und Pantry, aber zugleich auch die Möglichkeit, in der großzügig gestalteten Wohnküche gemeinsam zu kochen und die Mahlzeiten einzunehmen. 

Die Alltagsgestaltung in den Wohngruppen biete zugleich die Möglichkeit, auch bei einem höheren Pflegegrad nach dem Normalitätsprinzip zu leben. Zusätzlich ist in diesem Haus auch eine Tagespflegeeinrichtung angesiedelt, die von Mietern und auch von extern wohnenden Senioren genutzt werden kann.

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