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Erstes „Komm an“-Fest für die Integration in Halver

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Von: Frank Laudien

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Komm an-Fest in Halver
„Komm an“ – das kam an: Die ukrainischen Gäste fühlten sich wohl und willkommen. Über die Sprachbarriere half eine praktische Übersetzungs-App. © Laudien, Frank

Hüpfburg, Eiswagen und Rollatorparcours – auf dem ersten Halveraner „Komm An“-Fest war für jeden etwas dabei.

Halver - Bei freundlichem Sommerwetter fanden am Freitag Junge, Betagte, Einheimische und Zugewanderte den Weg zum Lern- und Begegnungszentrum.

Als im Radio über das Programm zur Förderung der Integration und Teilhabe von Flüchtlingen und Neuzugewanderten in den Kommunen, kurz „Komm An NRW“, berichtet wurde, stand für Gregor Heggemann sofort fest, dass so etwas auch im Märkischen Kreis umgesetzt werden muss.

Jede Kommune soll etwas auf die Beine stellen

„In allen 15 Kommunen sollen Aktionen stattfinden“, erklärt der stellvertretende Leiter des Kommunalen Integrationszentrums MK. Der Märkische Kreis sei so divers und unterschiedlich, dass jede Kommune ihre eigene Aktion auf die Beine stellen solle, wie es etwa beim Willkommensfest in Nachrodt der Fall war. Ein besonderes Augenmerk liege dabei auch auf dem Ehrenamt, das von der Einrichtung unterstützt wird.

Gregor Heggemann erinnert dabei auch an die Grabschändung auf dem Iserlohner Friedhof am Silvesterwochenende. Das dürfe nicht verschwiegen werden, aber „im MK passieren auch tolle Sachen. Darauf wollen wir den Fokus legen“. Als weitere Aktion plant er für die zweite Jahreshälfte, dass „in jeder Kommune ein Baum gepflanzt werden soll als Zeichen für Akzeptanz und Offenheit.“ Beim „Komm An“-Fest wurde er tatkräftig unterstützt vom Jugendcafé Aquarium, dem Jugendrotkreuz und dem Bürgerzentrum, die jeweils eigene Aktionen beisteuerten.

Die beliebteste Attraktion bei den Jüngsten: die Hüpfburg

Die größte und bei den jungen Besuchern beliebteste Attraktion auf dem Fest war eindeutig die große Hüpfburg mit Rutsche, die vom Jugendcafé organisiert wurde. Hier tobten deutsche und ukrainische Kinder zusammen und verstanden sich auch ohne Worte gut miteinander.

„Das Fest hier stattfinden zu lassen, finde ich optimal“, zeigte sich der Jugendcaféleiter Arndt Spielmann von der Wahl des Ortes begeistert. Er selbst sei häufig hier, denn „hier halten sich bis Oktober viele Jugendliche auf, aber auch ältere Leute“. Gelegentlich bringe er auch mobile Rampen für die Kinder mit, die mit ihren Fahrrädern und Rollern hier sind. „Es ist ein informeller Treffpunkt für Jung und Alt.“ Dass es im kommenden Jahr eine Fortsetzung des Festes geben könnte, kann sich Arndt Spielmann gut vorstellen. „Vielleicht sogar im Jahresrhythmus.“

Über Kinder läuft die Integration am einfachsten.

Michael Brosch, Bürgermeister

Natürlich ließ es sich auch Bürgermeister Michael Brosch nicht nehmen, dem Fest einen Besuch abzustatten. „Es ist wirklich schön, was hier auf die Beine gestellt wurde“, lobte er die Organisation. Integration sei ein wichtiges Thema. Mit so einer Veranstaltung solle auch gezeigt werden, dass nicht nur über sie geredet wird. „Dabei müssen wir gemeinsam Möglichkeiten finden, die Menschen zu begrüßen und zu informieren“, erklärte der Bürgermeister. Besonders erfreut zeigte Michael Brosch sich über die vielen Kinder, die das Fest besuchten: „Über Kinder läuft die Integration am einfachsten.“

Neben der Möglichkeit, beim Dreh des Glücksrads einen kleinen Preis zu gewinnen, informierte die Klimaschutzbeauftragte Karla Luchterhandt auch über die Aktion „Stadtradeln“, die vom 15. August bis zum 4. September in Halver stattfinden und für ein besseres Klima sorgen soll. Die Tagesmütter Maria Nickel und Katharina Koschunov informierten über ihre Arbeit und boten zudem leckere Teigbällchen an.

Hinter dem Grill standen Klaus-Dieter Lau und Martin Gombick, die in der Stadtverwaltung für die Unterbringung der Flüchtlinge zuständig sind. Ein besonderes Angebot hatte Martina Ziel. Sie lud Senioren, aber auch Kinder ein, mit dem Rollator einen kleinen Hindernisparcours zu meistern. Wer wollte, konnte sogar unter dem Motto „Erlebnistanz“ einen kleinen Tanz mit dem Rollator einstudieren.

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