Bahngelände: Erster Spatenstich noch 2015

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Detlef Samland (Procom Invest GmbH), Bürgermeister Bernd Eicker und Kämmerer Markus Tempelmann.

Halver -  Vier Fachmärkte haben bereits Verträge mit der Procom Invest GmbH aus Hamburg unterschrieben und werden sich auf dem Bahngelände ansiedeln. Neben den bereits bekannten Unternehmen Aldi, Rossmann und Kaufland wird auch der Schuhdiscounter Deichmann eine Filiale in Halver eröffnen.

Von Friederike Domke

Das teilte am Freitag Detlef Samland von der Procom Invest GmbH mit. Der Projektentwickler plant, noch in diesem Jahr den ersten Spatenstich zu tätigen. Bei einer Bauzeit von rund 16 Monaten werde das Einkaufszentrum am Bahngelände voraussichtlich im Spätherbst 2016 oder im Frühjahr 2017 eröffnen können, wagte Samland im Gespräch mit dem Allgemeinen Anzeiger, dem Bürgermeister Dr. Bernd Eicker und dem Kämmerer Markus Tempelmann eine Prognose.

Derzeit erarbeite der Investor einen genehmigungsfähigen Bauantrag, der voraussichtlich nach den Osterferien eingereicht werden soll, so Samland weiter. „Das Einkaufszentrum am Bahngelände soll als Ganzes eröffnet werden. Eine Teileröffnung möchten wir in jedem Fall vermeiden.“ Das setze eine enge Zusammenarbeit nicht nur mit dem Märkischen Kreis als Genehmigungsbehörde, sondern auch mit der Stadt Halver voraus.

Denn während der Investor die Hochbauarbeiten auf dem Gelände durchführen lässt, zeichnet die Stadt für die Straßen- und Kanalarbeiten rund um das Bahngelände verantwortlich. Und die müssen abgeschlossen sein, bevor die Hochbauarbeiten beginnen. Eicker: „Wenn die Baugenehmigung beantragt wird, werden wir die Ausschreibungen für die Straßenarbeiten vornehmen“. Samland: „Procom ist zunächst erstmal abhängig von der Fertigstellung der Straßenbaumaßnahmen.“

Zehn Fachmärkte sollen sich am Einkaufszentrum Bahngelände ansiedeln können. Dazu gehören laut Detlef Samland nicht nur Fachmärkte, sondern auch ein Gastronomieangebot. Darüber hinaus könne man sich vorstellen, einen SB-Automaten eines Geldinstitutes zu errichten – Gespräche liefen.

Kämmerer Markus Tempelmann betonte am Freitag nochmal, dass die Stadt die Innenstadt und das Einkaufszentrum am Rathaus stabil halten möchte. Handelsflächen am Bahngelände dürfen nicht kleiner als 300 Quadratmeter sein, das gibt der Bebauungsplan vor. „Das sind Parameter, mit denen wir zu steuern versuchen, die vorhandenen Geschäfte an ihrem jetzigen Standort halten zu können“, sagte Tempelmann.

„Am Bahngelände sollen die Geschäfte angesiedelt werden, die in der Innenstadt bis jetzt fehlen und aufgrund der zu kleinen Ladenflächen dort auch nicht hinkommen werden“, ergänzte Bernd Eicker, der damit Bezug nahm auf zurückliegende Verhandlungen mit Drogeriemarktketten, sich an der Frankfurter- oder Bahnhofstraße anzusiedeln. Man wolle die Innenstadt als Einheit etablieren. „Ich bin zuversichtlich, dass uns das im Rahmen der Neugestaltung des Stadtparkes gut gelingen wird“, führte der Bürgermeister hinsichtlich der sogenannten Sichtachse weiter aus. Eicker möchte der Skepsis einiger Bürger entgegen treten, die das Einkaufszentrum am Bahngelände als Konkurrenz für schon etablierte Einzelhandelsflächen sehen.

Tempelmann: „Wenn wir nichts machen, bin ich nicht sicher, ob es mit dem Gesamtstandort Halver weiter nach vorne geht. Besser wird es für die verbleibenden Geschäfte nicht.“ Denn bis jetzt weichen viele Halveraner zum Einkaufen in Fachmärkte wie Drogerien nach Lüdenscheid, Radevormwald oder Kierspe aus. „Die Kaufkraftbindung hat nachweislich nachgelassen, Kunden wandern ab“, betonte Tempelmann.

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