Mo-Go-Premiere

Schwenke wird zum Motorrad-Treff

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Schwere Maschinen – doch viele Gäste kamen auch mit dem Auto.

Halver - Premiere in Schwenke! Zum ersten Mal fand der auch über die Kreisgrenzen hinaus bekannte Motorrad-Gottesdienst mit Klaus Reuber nicht an der Nordhelle, sondern in Halver statt.

Vor ziemlich genau zwei Jahren verabschiedete sich der Motor-Pastor Klaus Reuber von seiner Biker-Gemeinde. Damals fand sein letzter Motorrad-Gottesdienst am Haus Nordhelle in Valbert statt. Am Sonntag kehrte der beliebte Prediger wieder aus seinem Ruhestand zurück.

Der MoGo (Motorrad-Gottesdienst) wurde erstmalig nicht mehr am ursprünglichen Ort vor dem Haus Nordhelle abgehalten, sondern hat eine neue Heimat in Schwenke gefunden. „Das Haus Nordhelle war früher in kirchlicher Hand und wir mussten für die Nutzung nichts bezahlen“, erklärt der Motor-Pastor. „Jetzt wurde es verkauft, und der neue Besitzer hat natürlich ganz andere Konditionen. Das war für uns aber nicht bezahlbar.“ 

Der Gottesdienst muss niemals ausfallen

Die neue Heimat der Veranstaltungen ist das Gemeindehaus in Schwenke. „Wir haben dort viele Freiheiten. Es gibt eine große Wiese mit viel Platz und bei schlechtem Wetter können wir ins Gemeindehaus ausweichen. Der Gottesdienst muss also niemals ausfallen.“ 

So fand die Premiere am Sonntag wegen des unbeständigen Wetters dann auch im Gemeindehaus statt – und die rund 70 Gäste kamen auch eher mit ihrem Auto, als mit dem Motorrad. Klaus Reuber hat sich auf seine Rückkehr gefreut, immerhin hat er die Motorrad-Gottesdienste ins Leben gerufen und 2003 die „Biker’s Church Westfalen“ gegründet. 

Motorrad-Pastor: Klaus Reuber (links) musste mit „Dr. Mojo“ wetterbedingt ins Gemeindehaus ausweichen.

„Ich war im Kirchenkreis tätig und bin schon immer gerne Motorrad gefahren“, erinnert sich der Geistliche. „Den allerersten Motorrad-Gottesdienst haben wir damals an der Bigge-Talsperre veranstaltet. Es fing alles recht klein an und dann kamen immer mehr Interessierte – mit und ohne Bike“. Unterstützung fand Reuber bei Klaus Majoress, dem Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg. Ohne diesen Rückhalt, da ist sich der Motor-Pastor sicher, wäre das alles nicht möglich gewesen. 

"Wir haben eine Senioren-Bank in der ersten Reihe"

„Jeder ist willkommen, egal ob Motorradfahrer oder nicht, egal ob Mitglied einer Kirche oder nicht und egal welcher Religion er angehört.“ Er wurde auch von einigen älteren Frauen angesprochen, die sich wünschten, dass ein Bus eingesetzt wird, um sie von Lüdenscheid aus zum Mo-Go zu fahren. Doch das ist logistisch nicht möglich. Auf ältere Besucher wird allerdings immer besondere Rücksicht genommen: „Wir haben immer eine Seniorenbank in der ersten Reihe stehen.“ 

Der Motor-Pastor hat sich übrigens wieder im Namen des Herren auf sein Zweirad gesetzt und seinem Ruhestand den Rücken gekehrt, weil er darum gebeten wurde: „Es hat mit der Motorradarbeit nicht ganz so gut geklappt. Es wurde zwar gut angenommen, drohte aber in der Arbeit selbst zu bröckeln“, erklärt Klaus Reuber. 

Den Besuchern des Mo-Go am Sonntag hat es auf jeden Fall wieder sehr gut gefallen. Um 10 Uhr trafen die ersten Motorradfahrer in Schwenke ein, um sich mit einem Bikerfrühstück zu stärken, gegen halb 11 sorgte das Duo „Dr. Mojo“ mit Blues, Gospel und Balladen für Unterhaltung und eine halbe Stunde später begann Klaus Reuber mit seinem Gottesdienst. Anschließend nutzten die Besucher ihr Zusammensein bei Kaffee, Kuchen, Grillwürstchen und Getränken für „Benzingespräche“. 

Der nächste Mo-Go findet am 2. Juni wieder in Schwenke, Dienstühlen 2, statt. Danach bis zum September an jedem ersten Sonntag im Monat.

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