Neue Bürger in Halver

Die ersten Siedler am Schmittenkamp - Nachhaltigkeit als Entscheidungshilfe

+
Das sind die ersten Siedler im Neubaugebiet oberhalb Ehringhausens: Dr. Johanna Kinder und Ehemann Manuel Kinder mit den Kindern Felix (6) und Tom (9 Monate), nicht im Bild ist der zweijährige Anton.

Oberbrügge - Familie Kinder aus Breckerfeld – das sind die ersten Siedler, die sich fürs Neubaugebiet Schmittenkamp entschieden haben.

„Die Aussicht war das ,must have‘“, sagt Dr. Johanna Kinder im Rückblick auf die Kaufentscheidung. Der Blick vom Rand des Neubaugebiets oberhalb Ehringhausens nach Südwesten war wohl das entscheidende Argument für die junge Familie, dorthin zu ziehen. Eigentlich hatten sie Oberbrügge gar nicht auf dem Schirm, hatten auch über andere Baugebiete beispielsweise am Ende des Linger Weges nachgedacht, heißt es beim Orts- und Besichtigungstermin. Doch am Schmittenkamp kam einiges zusammen. Kita und Grundschule in der Nähe, der unverbaubare Blick und nicht zuletzt der Spielplatz praktisch vor dem Gartentor. Das große Grundstück an der nordwestlichen Grenze des Baugebiets soll möglichst bald das neue Zuhause werden.

Und warum Halver statt Breckerfeld? Die Antwort von Manuel Kinder kommt schnell. Wieder ist das Argument die Lage, und in der Nachbarstadt seien die Preise deutlich höher gewesen, wie auch Markus Tempelmann weiß, der derzeit mit Interessenten für die insgesamt mehr als 50 Grundstücke spricht. 25 vorbereitete Notariatsverträge liegen bereit zur Unterschrift. Das weitere Argument: Eigentlich sind die Kinders gar keine Neu-Halveraner. Sie kommen aus der Stadt und haben nach dem Umzug ihre Familien in direkter Nähe. Beruflich hatte sie es zunächst nach Süddeutschland, dann nach Breckerfeld verschlagen. Jetzt steht die Heimkehr nach Halver auf der Agenda. 

Viele Aspekte der Nachhaltigkeit

Und das kann im Grunde nicht schnell genug gehen. Klappt alles wie erhofft, könnte noch das Baukindergeld des Bundes für die junge Familie fließen, was eine weitere Entlastung bedeuten würde. Doch das läuft voraussichtlich zum Jahresende aus. Den Kaufanreiz, den die Stadt Halver setzt, hat die Familie mit den drei Jungs Felix (6), Anton (2) und Tom (9 Monate) jedenfalls sicher. 18 000 Euro macht der Familienbonus aus, mit dem die Stadt einerseits der demografischen Entwicklung entgegenwirken möchte und zugleich den Bestand der Infrastruktur sichern. Es gehe auch um den langfristigen Erhalt von Schulen und Kitas bei rückläufigen Kinderzahlen in der Stadt, sagt der Kämmerer. 

Kämmerer Markus Tempelmann: „Es geht auch um den Erhalt von Schulen und Kitas.“

Im Fall der jungen Familie könnte auch noch ein weiterer Aspekt folgen. Dass Dr. Johanna Kinder sich vielleicht nach der Elternzeit als Ärztin in Halver niederlässt, ist nicht ausgeschlossen. Doch zunächst steht das Bauprojekt an. Mit der Erschließung losgehen soll es ab Ende Juni, so der Plan. Dann könnten die ersten Bagger rollen am Schmittenkamp, um die Baustraßen anzulegen. Und dann wird’s irgendwann auch Zeit für den Spielplatz, auf den sich Felix bereits freut und für den er schon eine Reihe von Ideen hat. Die Eltern übrigens auch. Um die Anlage nicht an den neuen Bewohnern vorbei zu bauen, könnte auch ein Workshop stattfinden, so der Plan. Da wollen sie sich gerne einbringen, sagen die Eltern. 

Info

Bebauungsplan, Erschließungskonzept und Preisübersicht finden sich auf der Internetseite der Stadt Halver, www.halver.de, unter dem Stichwort Schmittenkamp. Ansprechpartner sind Kämmerer Markus Tempelmann, 02353 / 73 - 102, m.tempelmann@halver.de und Claudia Friedrich 02353 / 73 - 123, c.friedrich@halver.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare