Erst die Arbeit, dann das Fußball-Vergnügen

+
Nicht alle Fußballfans werden heute Nachmittag das Spiel der Fußball-Nationalmannschaft verfolgen können.

HALVER ▪ Wenn die deutsche Fußball-Nationalmannschaft heute zum zweiten WM-Gruppenspiel antritt, dann dürften längst nicht alle Fußballfans live dabei sein. Denn 13.30 Uhr ist nicht gerade die günstigste Zeit, um es sich bei Grillgut und Getränken vor dem Fernseher gemütlich zu machen. Schließlich wird in den meisten Firmen um diese Zeit noch gearbeitet, viele Schüler sitzen noch im Unterricht. Doch während vielerorts der Betrieb ganz regulär weiter läuft, gibt es auch in Halver einige Ausnahmen, wie eine kleine – nicht repräsentative – Umfrage unserer Zeitung ergab.

So schließt beispielsweise Frank Turck bereits am Mittag seine Reparatur-Werkstatt an der Hermann-Köhler-Straße und lädt seine Mitarbeiter zum gemeinsamen „Fußballgucken“ ein. „Da wird ein Fernseher aufgestellt und der Grill angeworfen und dann verfolgen wir das Spiel gemeinsam“, erzählt Frank Turck. „Das haben wir schon bei der WM vor vier Jahren gemacht und das ist einfach gut angekommen“, freut sich der Kfz-Meister auf das gemeinsame Fußballerlebnis.

Das steht auch den Mitarbeitern der Firma Escha bevor, ganz freiwillig, versteht sich: „Wir bieten unseren Mitarbeitern ab 13 Uhr die Möglichkeit, das Spiel auf einer Großbildleinwand zu verfolgen“, erzählt Escha-Pressesprecher Florian Schnell. Zudem würden die Mitarbeiter vor und während des Spiels mit Bratwürstchen und Getränken versorgt. „Dazu haben wir einen Grill und eine Getränketheke besorgt.“

Auch das Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg in Ostendorf trägt dem Fußballinteresse seiner Schüler Rechnung. Mit Zustimmung von Rektor Wolfgang Metzen hat der Unterricht für die Schüler heute Morgen einige Minuten eher angefangen und die Pausen wurden verkürzt – damit zum Anpfiff um 13.30 Uhr möglichst viele Fans pünktlich zu Hause sind. Ganz regulär verläuft der Unterricht dagegen heute im Anne-Frank-Gymnasium, dort stehen für einige Abiturienten sogar noch mündliche Prüfungen auf dem Plan.

Das Radio aufdrehen oder gar einen Fernseher in die Ecke stellen – das ist in den meisten Halveraner Betrieben derzeit noch kein Thema. So ist beispielsweise in der Firma Werner Turck aufgrund der Fußballübertragung nichts besonderes geplant, zumal Mitarbeiter in der Fertigung in der Regel sowieso um 13.30 Uhr Feierabend haben. Und auch bei der Firma Jung Boucke am Herpiner Weg ist die WM – zumindest in dieser Beziehung – derzeit noch kein Thema, weiß Geschäftsführer Hans-Ulrich Volz – und fügt scherzend an: „Fragen Sie doch zum Viertelfinale noch mal nach.“ ▪ Kerstin Zacharias

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare