Erneuerung der Kampstraße im dritten Bauabschnitt

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Die Mitarbeiter der Straßen- und Tiefbaufirma Dohrmann erneuern die Wasserleitungen an der Kampstraße.

Halver - Vor etwa einem Jahr haben die Sanierungsarbeiten an der Kampstraße begonnen und befinden sich mittlerweile im dritten Bauabschnitt. Lieferschwierigkeiten führen derzeit zu leichten Verzögerungen. Ende Mai soll der Bauabschnitt jedoch fertiggestellt sein. Bei den Anwohnern wächst die Ungeduld.

Die Gesamtbaumaßnahme umfasst 600 Meter. Die Stromleitung des Unternehmens Enervie sowie Wasserleitungen der Stadtwerke Halver werden erneuert. Am Ende soll die ehemalige Buckelpiste eine schlaglochfreie Asphaltdecke haben.

Um die Hauptleitungen im dritten Abschnitt unter der Erde erneuern zu können, hat die Firma Dohrmann vor einigen Tagen fast drei Meter tiefe Gruben ausgehoben. Erst danach habe sich herausgestellt, dass es bei den Rohren Lieferschwierigkeiten gibt, erklärte Firmeninhaber Marcel Pohl auf Anfrage des Allgemeinen Anzeigers. Normalerweise dauere es ab Bestellung etwa fünf Tage bis zur Lieferung. Mit der Verzögerung sei nicht zu rechnen gewesen. „In spätestens zwei Wochen soll aber geliefert werden“, hofft Pohl.

Sobald die Rohre da sind, können die Arbeiter diese mit dem sogenannten TIP-Verfahren in die bereits vorhandenen, maroden Rohre einpflegen, die Gruben füllen und die Straße asphaltieren. „Vermutlich dauert es dann noch eine Woche“, so Pohl.

Die Arbeiten an den fünf Hausanschlüssen, die im dritten Bauabschnitt erneuert werden müssen, ziehen die Dohrmann-Mitarbeiter Marcus Fuß, Thorsten Sadrinna und Sascha Diwald gerade vor. Das Haus mit der Nummer 20 war zum Beispiel am Mittwoch dran. Die Arbeiter verlegten die neuen Leitungen von einer der bestehenden Gruben aus – unterirdisch mit einer Erdrakete. In einer Tiefe von 2,30 Meter bohrte sich das schwere Gerät sechs Meter weit bis zum Haus durch den steinigen Boden. Mit einem Durchmesser von 180 Millimetern und einem Gewicht von 240 Kilogramm verdrängte die Erdrakete das Erdreich zu den Seiten. Schließlich wurden die neuen Leitungen eingezogen.

Bei allem Verständnis für die Baumaßnahme und aller Vorfreude auf eine neue Fahrbahn werden die Anwohner ungeduldig. Inge und Ernst-August Haack können ihr Haus nur zu Fuß erreichen, ihr Auto parken sie weiter weg. „Es ist schon eine Belastung, wenn man die Einkäufe so weit ins Haus tragen muss“, sagt Inge Haack. „Da ist es aber toll, dass die Arbeiter sogar mit anpacken.“ Für Julia Gebauer ist es schwierig, sich mit ihren zwei Kindern plus Kinderwagen über die unebenen Flächen an der Baustelle zu bewegen.

Wenn der Abschnitt Ende Mai fertig ist, folgt ein vierter und letzter auf 160 Metern Länge – angrenzend an den jetzigen in Richtung der Straße „Am Mühlenberg“.

Von Kristina Köller

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