SWOT-Analyse für „Oben an der Volme“

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Kulturberater Reinhart Richter moderierte den Workshop, bei dem die SWOT-Analyse durchgeführt wurde.

HALVER - Wie unterschiedlich oder gar gegensätzlich Sichtweisen sein können, wurde den Teilnehmern des Workshops im Rahmen der Kulturprozessplanung (wir berichteten) deutlich. Während einige es als Schwäche sahen, dass es im oberen Volmetal mit der Stadthalle Meinerzhagen nur einen großen Veranstaltungsort gibt, bewerteten dies andere als Chance: Dann müsse man eben kreativ sein und sich was einfallen lassen.

Letztlich sei es aber eine erfolgreiche Veranstaltung mit einer angenehmen Atmosphäre gewesen, bilanzierte gestern Thomas Gehring, Leiter des Fachbereichs „Bürgerdienste“, die vom Kulturberater Reinhart Richter moderierte Veranstaltung in der Realschule Halver. Es habe eine gute Beteiligung gegeben, auch die Jugend sei vertreten gewesen. So gab es durchaus eine Reihe von neuen Sichtweisen, zudem würden Kontakte entstehen - dies werde von allen Teilnehmern positiv gesehen.

Eine Grundlage für die weiteren Konferenzen und Workshops sei durch die Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken-Analyse (SWOT) geschaffen. So sehen die Workshopteilnehmer, die sich am Mittwoch in mehreren Runden mit der Thematik auseinandersetzten, im bürgerschaftlichen Engagement, in den bestehenden vielen kleinen Kunst- und Kulturgruppen sowie in den Kulturbeauftragten und im Verein KuK die Stärken der Region „Oben an der Volme“.

Neben den fehlenden großen Veranstaltungsorten sieht man eine weitere Schwäche, dass es von den vier Kommunen Halver, Schalksmühle, Kierspe und und Meinerzhagen keinen gemeinsamen Veranstaltungskalender gibt. Zudem bemängelten besonders die Jugendlichen, die am Workshop teilnahmen, dass es zu wenig attraktive Angebote für die Jugend geben würde, es sei nicht ausreichend.

Als Chancen sehen die Kulturschaffenden, durch ein attraktives Angebot die Region stärken zu können und damit gleichzeitig etwas in Sachen „demografischer Wandel“ tun zu können. Darüber hinaus würde sich die Möglichkeit bieten, eine „regionale Identität“ erarbeiten und schaffen zu können.

Vielfach sei von den 65 Workshopteilnehmern, die aus allen vier Kommunen kamen, natürlich dasselbe gesagt worden. Das galt besonders, als es um die Analyse der Risiken gibt, bei denen an erster Stelle die Kulturbudgets standen. Schließlich steht und fällt eine kulturelle Veranstaltung mit ihrer Finanzierbarkeit. Darüber hinaus sieht man aber auch ein Risiko darin, dass die gewünschten Zielgruppen erreicht werden. - Det Ruthmann

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