Blick in eine Augenarztpraxis

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Dr. Wolfram Lermen ließ den AFG-Schüler Lars Becker natürlich auch die Geräte ausprobieren und erklärte ihm die jeweiligen Funktionsweisen.

Halver - Für Lars Jonathan Becker stand es schon vorher fest: Seine Berufsfelderkundungen sollte auf jeden Fall zu einem Augenarzt führen - und somit in den Bereich „Medizin, Psychologie, Therapie“.

Der Achtklässler des Anne-Frank-Gymnaiums bewarb sich also telefonisch bei Dr. Wolfram Lermen. Denn: „Für mich sind Augen etwas ganz Besonderes, Augen strahlen“, erklärte Becker zu seiner Motivation, einmal für einen Tag den Beruf des Augenarztes kennenzulernen. Wobei er natürlich gleichzeitig auch mitbekam, was die Aufgaben der Medizinischen Fachangestellten in solch einer Praxis sind.

Dr. Lermen selbst war fast zur gleichen Zeit, wie ihn der Anruf des Schülers erreichte, im Begriff, Stellen für die Berufsfelderkundung zur Verfügung zu stellen. „Wir sollten den Kindern Ideen mitgeben“, meint der Halveraner Augenarzt, dass man den Kindern die Berufe nicht nur theoretisch erklären, sondern auch in der Praxis zeigen müsse. Und in seiner Praxis an der Weststraße könne er sehr viel zeigen.

Es gehe dabei nicht nur um die reine Arbeit eines Augenarztes, sondern ebenso um den Umgang mit den Patienten, die verschiedenen Abläufe - Dr. Lermen führt beispielsweise viele Grauer-Star-Operationen durch - und natürlich die Untersuchungsgeräte. Die konnte Lars Becker gestern kennenlernen und natürlich auch ausprobieren.

„Und auch die Patienten sind begeistert“, fügt Lermen hinzu, dass nicht einer etwas gegen die Anwesenheit des Gymnasiasten bei den Untersuchungen hatte. Die Berufsfelderkundung - die jetzt im Märkischen Kreis bei den Achtklässlern des Anne-Frank-Gymnasiums Premiere feierte - wird also nicht nur bei den Jugendlichen positiv gesehen.

So wurde für Lars Becker schon am Mittwoch klar, als er seinen ersten Berufsfelderkundungstag beim Unternehmen Turck am Kirchlöher Weg absolvierte, dass dieser handwerklich ausgerichtete Bereich nichts für ihn sei. Auf der anderen Seite stehen natürlich die Unternehmen, Handwerker, Freiberufler und Dienstleister, die Stellen dafür zur Verfügung stellen.

Auch die seien begeistert von dieser neuen Berufswahlorientierung, betonten Birgit Schroeder und Michael Herget vom Regionalen Bildungsbüro „Übergang Beruf-Schule“. Dies hätten sie am Mittwoch beispielsweise bei der Firma Lumberg in Schalksmühle und ebenso in der Kreisverwaltung in Lüdenscheid miterlebt. Ralf Lothar Knop, AFG-Koordinator „Studien- und Berufswahlorientierung“, konnte dies ebenfalls bestätigen - allein anhand der Tatsache, dass es gelungen war, innerhalb kurzer Zeit 162 Plätze für die 81 AFG-Schüler zu finden - vor wenigen Wochen hatte man gerade einmal 48. Mit zum Erfolg der Premiere der Berufsfelderkundung habe auch die dafür entwickelte Internetplattform www.berufsfelderkundung-mk.de beigetragen, die ihren Beitrag zum Übergang von der Schule in den Job leisten soll. - Det Ruthmann

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