Im Erdreich wartet noch jede Menge Arbeit

Die Hermann-Köhler-Straße kann zunächst wieder befahren werden. ▪

HALVER ▪ Auf den ersten Blick scheinen die gröbsten Arbeiten unter der Hermann-Köhler-Straße erledigt zu sein: Vom Kreuzungsbereich Leye bis zum Kopfsteinpflaster wurde eine neue Deckschicht aufgetragen, die nun sämtlichen Autofahrern – nicht mehr nur Anliegern – die Durchfahrt ermöglicht.

Doch beendet ist das unverhoffte Mammut-Projekt, das sich nun schon seit einem halben Jahr hinzieht, noch lange nicht, wie RWE-Projektleiter Carsten Stabenau auf AA-Anfrage erklärte.

„In Richtung Kirche müssen wir noch 200 Meter entlang des Gehwegs in die Erde“, so Stabenau. Wie berichtet, mussten nicht mehr nur Hoch-, sondern auch Mitteldruckleitungen erneuert werden – was zu Verzögerungen der Maßnahme geführt hatte. Zudem hätten zahlreiche Anschlussleitungen zu Häusern ausgetauscht werden müssen, hatte der RWE-Projektleiter im Oktober gegenüber unserer Zeitung erklärt. Dennoch wollte man die Arbeiten an der Hermann-Köhler-Straße bis zum Ende des vergangenen Jahres abgeschlossen haben. „Wir haben bei den Anwohnern sogar schon entsprechende Briefe eingeworfen“, erinnert sich Stabenau. Der Wintereinbruch machte den Planern jedoch einen Strich durch die Rechnung. Nun lautet das neue Ziel für das Ende der Arbeiten „Ende März“: Und dann werden die Autofahrer kurzzeitig erneut mit Verkehrsbehinderungen rechnen müssen. „Für die Verbindung der neu verlegten Rohre mit dem Gasnetz müssen wir den Kreuzungsbereich teilweise öffnen“, so Carsten Stabenau.

Und nicht nur im Bereich Hermann-Köhler-Straße/Leye wird der Gasversorger in den kommenden Wochen und Monaten weiterhin beschäftigt sein. Auch die Arbeiten entlang der Elberfelder Straße sollen in der übernächsten Woche wieder aufgenommen werden. Für den Winterdienst habe RWE den aufgerissenen und beampelten Bereich wieder zurückbauen müssen, hieß es dazu gestern. Nun müssten bis zum Kreuzungsbereich an der Leye weitere Rohre verlegt werden – die Zielsetzung für die Erledigung hier: Ende April.

Weitere größere Maßnahmen wie in den Bereichen Hälversprung, Wiebusch oder untere Mühlenstraße, die jedoch für die Autofahrer nur geringfügige Folgen haben – sollen bis Ende Mai abgeschlossen sein. Damit sind die Arbeiten von RWE im Stadtgebiet aber längst nicht abgeschlossen: Messungen hätten in Halver circa 30 weitere „Fehlstellen“ aufgedeckt, die sukzessive ausgebessert werden müssten. Eine durchaus „normale“ Zahl, wie Stabenau erklärt. „Meist handelt es sich dabei um beschädigte Umhüllungen, die ausgetauscht werden müssen.“ Straßensperrungen seien für diese zumeist in den Außenbezirken geplanten Maßnahmen jedoch nicht notwendig, so der RWE-Projektleiter. ▪ Frank Zacharias

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