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Eon erhöht Gaspreise: Verbraucher zahlen bald doppelt so viel

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Von: Sarah Lorencic

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Energieversorgung
Die Gaspreise steigen auch in Halver. Eon verkündet Erhöhung. © dpa

Die Preise für Gas steigen auch beim Anbieter Eon. Ab dem 1. November zahlen Verbraucher mehr - sie zahlen dann circa doppelt so viel.

Halver – Ab dem 1. November gelten im Grundversorgungsgebiet des Energieversorgers Eon, zu dem auch Halver gehört, neue Preise. Während sich der Grundpreis nicht verändert hat, fallen für eine Kilowattstunde rund doppelt so hohe Kosten an. Das teilt Eon fristgerecht sechs Wochen vor der Preisanpassung in einer Bekanntmachung vom 14. September mit.

Doch damit nicht genug: Bei einigen Eon-Kunden in Halver lagen vor Kurzem Kündigungen im Briefkasten.

Neuer Preis gilt ab 1. November

Lag eine Kilowattstunde bei der vergangenen Preisanpassung, die ab dem 1. Januar 2022 gültig war, noch bei 9,40 Cent bis 5000 Kilowattstunden im Jahr, 8,66 Cent ab 5001 Kilowattstunden im Jahr und 9,10 Cent ab 50 001 Kilowattstunden im Jahr, liegen sie jetzt bei jeweils 18, 17,25 und 17,70 Cent. Mit der Preiserhöhung steht Eon als Anbieter nicht alleine da. Weitere Versorger erhöhen ihre Preise.

Die Mehrwertsteuer wird mit 19 Prozent ausgewiesen. „Die Bundesregierung hat am 18. August 2022 angekündigt, die Mehrwertsteuer auf Gasverbrauch auf sieben Prozent abzusenken. Das Gesetzgebungsverfahren war zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Anzeige am 31. August 2022 noch nicht abgeschlossen. In der Rechnung berücksichtigen wir den jeweils geltenden Mehrwertsteuersatz“, heißt es in der Bekanntmachung von Eon.

Die Preise entwickeln sich aktuell sehr dynamisch.

Eon-Sprecher

Ein Eon-Sprecher antwortete am Montag schriftlich auf unsere Anfrage von vergangener Woche bezüglich der Preisentwicklung Folgendes: „Die Beschaffungspreise für Energie an den Märkten bewegen sich – mitunter stark schwankend – auf einem historisch hohen Niveau. Die Großhandelspreise für Strom und Gas haben sich im Vorjahresvergleich vervielfacht. Die Preise entwickeln sich aktuell sehr dynamisch, an den Großhandelsmärkten sind die Einkaufspreise zuletzt noch einmal massiv angestiegen. Daher ist damit zu rechnen, dass sich für die Endkundenpreise vorerst keine Entspannung zeigen wird. Eon beobachtet die Lage genau, die weitere und vor allem konkrete Entwicklung der Preise ist aktuell aber nicht seriös prognostizierbar.“

Unterschiede bei den Tarifen

Angesprochen auf die Aussage, dass Bestandskunden andere Tarife haben als Neukunden, teilt der Sprecher weiter mit: „Eine pauschale Aussage zur konkreten Tarifstruktur einzelner Verträge ist davon unabhängig, aber generell nicht möglich, da sie von einer Vielzahl von Faktoren abhängt. So variiert der Preis je Kilowattstunde zum Beispiel auch je nach Region und Netzbetreiber.“

Manche Versorger wollen Kunden in günstigen Sonderverträgen nicht länger versorgen, da dies in der aktuellen Situation nicht mehr wirtschaftlich ist. So kam es in den vergangenen Wochen zu Kündigungen, wie der Fall der Stadt Halver zeigte, die jedoch widersprach und eine Kündigung umgehen konnte.

Durch diese Methode, die die Verbraucherzentralen kritisieren, landen viele Kunden in der Grundversorgung, wo von Neukunden für Strom und Gas höhere Preise verlangt werden. Das ist nach Auffassung der Verbraucherzentrale systemwidrig und daher unzulässig.

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