Beschluss zum Turm vertagt

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Der Aussichtsturm im Abendlicht. Die endgültige Entscheidung zur Sanierung wurde noch einmal vertagt.

Halver - Der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen hat den Baubeschluss zur Sanierung des Aussichtsturmes auf der Karlshöhe vertagt. Entscheiden sollen nun der Hauptausschuss am 28. Februar und der Rat am 5. März.

Der Fachausschuss sah nach intensiver Diskussion am Dienstag noch Informationsbedarf, der in der Sitzung nicht befriedigt werden konnte. Grund: Architektin Cathrin Brückmann hatte krankheitsbedingt absagen müssen. 

Doch auch darüber hinaus gab es ein Problem, das der Fachausschuss nicht allein durch eine redaktionelle Änderung des Beschlussvorschlags aus dem Weg räumen wollte. Die Finanzierung des Vorhabens hängt bekanntlich auch an Fremdmitteln, unter anderem an einer erwarteten Zuwendung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die sich bereits mit 20 000 Euro beteiligt und weitere 80 000 Euro angekündigt hat.

Förderbescheid steht noch aus 

Insbesondere aus der CDU kamen am Dienstag allerdings Bedenken, die Andreas Hesse vortrug. Vor diesem Hintergrund könne die Finanzierung nicht als abschließend gesichert gelten, mahnte der CDU-Ratsherr. 

Zweites Problem ist, dass die inzwischen gefundene Lösung der Sanierung in zwei Bauabschnitten mit den Fördergebern im Vorfeld abgestimmt werden sollte. Die Zweiteilung wird erforderlich, weil für die komplette Sanierung des Halveraner Wahrzeichens 800 000 Euro erforderlich sind. In der Gesamtrechnung klafft damit eine Lücke von etwas über 100 000 Euro, die man schließen muss. 

Innensanierung im 2. Bauabschnitt 

Konkret soll das darüber geschehen, dass man Arbeiten im Inneren des Turms an Treppe, Geländer und Innenputz aufschiebt und die Kosten damit in etwa in dieser Größenordnung reduziert. 

Das Hauptaugenmerk gilt dem Bemühen, den Turm von außen wetterfest herzustellen und so den weiteren Verfall zu stoppen. Politisch ist dieses Vorgehen offenbar unstrittig. Das von Bürgermeister Michael Brosch erhofft „starke Signal an die Bürger“ aus dem Ausschuss, dass die Stadt nun an die Restaurierung herangeht, kam in der Sitzung vom Dienstag allerdings nicht. 

Zu lange aufschieben dürfe man die Entscheidung allerdings nicht, mahnte Brosch. Denn wenn zum 125-jährigen Bestehen des Bauwerks der Turm im Herbst begehbar sein soll, müssen die Arbeiten in Kürze ausgeschrieben und umgehend begonnen werden.

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