Schandfleck von Halver

Entrümpelung der „Schrottimmobilie“ beginnt

Aus städtebaulicher Sicht werde sich etwas im Bereich des Hauses Marktstraße 5 ändern, hoffen Bürgermeister Eicker und Bau-Fachbereichsleiter Engel. Ob das Gebäude abgerissen wird, ist noch nicht geklärt. Jetzt wird es erst einmal entrümpelt. - Fotos: Ruthmann

HALVER - Die einen bezeichnen es als „Schrott-Immobilie“, für andere ist es ein Schandfleck von Halver. Doch es tut sich was am beziehungsweise im Haus Marktstraße 5: Ab heute rückt ein Unternehmen ab, um das Gebäude zu entrümpeln.

Von Det Ruthmann

Dafür wurde der kleine Parkplatz gegenüber, also im Schatten des Turms der Nicolai-Kirche, gesperrt, weil dort zwei Abfallcontainer aufgestellt wurden. Wie Franz Helmut Engel, Leiter des Fachbereichs Bauen und Wohnen, gestern erklärte, sei dies das Ergebnis der Gespräche mit dem Eigentümer. Er selbst habe sich das Gebäude, in dem bereits Decken eingestürzt sind, intensiv angesehen.

Tische, Stühle, Theke, also eine komplette Gaststätteneinrichtung muss aus dem Haus entsorgt werden. Darüber hinaus gibt es noch weiteres privates Mobilar wie zum Beispiel Betten und Schränke, die ebenfalls nun entsorgt werden sollen. Bis zum kommenden Wochenende soll die Entrümpelungsaktion dauern, erläutert der Fachbereichsleiter.

„Wie geht es weiter?“ – diese Frage vermochte Franz Helmut Engel noch nicht zu beantworten. Es gebe zwar einen Ansatz, wie es mit dem Haus Marktstraße 5 weiter geht, doch würden die Gespräche mit dem Besitzer der Immobilie noch laufen.

Klar sei aber auch, so fügte Bürgermeister Dr. Bernd Eicker hinzu, dass es bei einem eventuellen Abriss des Hauses wohl keinen Wiederaufbau geben wird. Denn dann gebe es keinen Bestandsschutz mehr für das Gebäude. Was bedeute, so erläuterte Engel, dass bei einem Neubau die (neuen) Abstandsgrenzen eingehalten werden müssen.

Dies heißt, dass dort nur ein sehr schmales Haus errichtet werden könnte. Ob dies realisiert werde, sei eher unwahrscheinlich. Und welche neue Nutzung bei einem möglichen Abriss für das Grundstück in Frage komme, sei noch offen. „Sicher ist nur, dass sich aus städtebaulicher Sicht etwas an der Marktstraße ändern wird“, drückte Eicker aus, dass es Hoffnung auf eine Änderung gebe. Denn auch der Besitzer des Gebäudes meine es ernst.

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