Enten-Glück in Engstfeld

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Die kleinen Enten schlüpften am Mittwoch in Engstfeld. ▪

HALVER ▪ Sieben Jahre ist es her, dass Arlette und Erich Schewior in Engstfeld fünf Eier vor dem Marder retteten und zu Enten-Eltern wurden. Denn das Ehepaar brütete die Eier im Karton mit einer Wärmelampe aus, fütterten die Küken und konnten den kleinen Enten auch einen Teich bieten, auf dem schnell ein kleines Häuschen, von Erich Schewior hergestellt, schwamm. Nun ist es erneut so weit.

Dieser kleine versteckte Teich mit seinem Entenhäuschen wird nun Frühjahr für Frühjahr von den Enten, ihren Kindern sowie Enkeln wieder aufgesucht. Meist ist es ein Pärchen, das den Schutz des Entenhauses nutzt, um Eier zu legen und diese auszubrüten. Aber auch wenn sie die Stockenten, wie Arlette Schewior erzählt, teilweise füttern würden, vom Nachwuchs hätten sie in den vergangenen Jahren kaum etwas mitbekommen.

Denn die Nestflüchter würden nicht nur sofort auf dem kleinen Teich schwimmen, sondern den Bach entlang davon schwimmen. „Meist den Bach hinunter, sogar unter einer Unterführung her“, meint die Engstfelderin.

Es passiere zudem nicht nur, dass sich Krähen und Eichelhäher das Futter holen würden. Auch der Fuchs hatte im vergangenen Jahr „zugeschlagen“ und sich die Küken geholt. Nicht so bei den elf kleinen Enten, die am Mittwochmorgen gegen 7 Uhr im Entenhäuschen schlüpften und anschließend mit ihrer Mutter die Welt erkundeten.

Gefahr bedeutete für die Entenmutter dann der Fotograf, der sie eigentlich nur ablichten wollte: Aufgeregt schwamm sie erst auf dem Teich hin und her, im Schlepptau ihre Küken. Dann suchte die Ente das Heil in der Flucht bachabwärts. Für die Küken war es ein gewagter Sprung, denn dass Wehr zwischen Teich und Bachlauf war einen Meter tief.

Doch den eigentlich durch ihr Federkleid sehr gut getarnten Küken blieb nichts anderes übrig, wollten sie ihre Mutter nicht verlieren. „Todesmutig“ stürzten sie sich das Wehr hinunter, landeten heil im flachen Wasser des Baches, in dem sie fast nicht schwimmen konnten, sondern vielmehr laufen mussten. Schnell folgten die „fotoscheuen“ Entenküken ihrer Mutter und waren damit verschwunden.

Ob die Mutter mit ihren elf Kindern später zum kleinen Teich in Engstfeld zurückkehrte, ist nicht bekannt. Sicher scheint aber zu sein, so hofft zumindest Familie Schewior, dass im März des nächsten Jahres wieder ein Stockenten-Pärchen den Weg zum Teich findet, um im kleinen Häuschen wieder Eier zu legen und diese zur nächsten Generation auszubrüten. ▪ Det Ruthmann

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