Die Ennepetalsperre als Ausflugsziel

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Die 1904 errichtete Staumauer der Ennepetalsperre zählt zu den 1400 Bauwerken, auf die auf baukunst-nrw.de hingewiesen wird. ▪

HALVER ▪ Wohin in den Ferien? Diese Frage stellen sich viele Daheimgebliebene derzeit. Dabei haben die Architekten und Bauingenieure des Landes jetzt einen weiteren Ausflugstipp: Baukunst. Die ist überall im Land verstreut – und auch für Halveraner näher als mancher glaubt.

Auf der Seite http://www.baukunst-nrw.de kann man sich über interessante Bauwerke und sehenswerte Parkanlagen als lohnende Ausflugsziele informieren. Die Datenbank umfasst mittlerweile knapp 1400 Bauwerke. Allein: In Halver selbst ist keines der als besonders wertvoll gekennzeichneten Objekte zu finden. Doch immerhin in der nahen Umgebung: So zählt etwa die Staumauer der Ennepetalsperre – die in Breckerfeld verortet wird – zu den in der Datenbank aufgeführten Bauwerken. Das 1904 nach Entwürfen von Prof. Otto Intze und Raddatz als Bruchsteinmauer nach dem so genannten Intze-Prinzip errichtete Gemäuer befindet sich seit 1997 in Trägerschaft des Ruhrverbandes und wurde seither aufwendig instandgesetzt.

Und die Nachbarstadt Breckerfeld kann gleich mit noch einem herausragenden Bauwerk auftrumpfen: der evangelischen St.-Jakobus-Kirche mit ihrem 34,60 Meter hohen Turm. Sie ist die einzige noch erhaltene hochgotische Pfeilerbasilika Westfalens mit breitem Querschiff und einjochigem 5/8 Chor und wurde zwischen 1390 und 1430 erbaut. Die Kirche hatte als Pilgerstätte eine enorme Bedeutung, da sie auf der Strecke Dortmund-Köln in Richtung Santiago de Compostela liegt.

Nicht auszuschließen, dass nicht irgendwann auch einmal ein Halveraner Bauwerk in der Datenbank zu finden ist: Auf der Internetseite kann schließlich jeder seinen eigenen Vorschlag für ein neu aufzunehmende Objekt machen. Diese werden dann von der Architektenkammer NRW in Kooperation mit der Ingenieurkammer-Bau NRW geprüft und einem Fachbeirat vorgelegt. ▪ zach

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