TuS Ennepe weiter in Wartestellung

+
Die Enneper sammeln weiter.

HALVER ▪ Der TuS Ennepe spekuliert weiter auf einen K II-Mittel-Zuschuss für einen Kunstrasenplatz auf der Friedrichshöhe. Mit Blick auf die Frist für die Befürworter der Breitensportanlage (wir berichteten) wollen die Enneper sofort einspringen, wenn sich das Projekt auf der Karlshöhe in letzter Minute zerschlagen sollte. „Wir müssen bereit sein, falls die Halveraner Vereine die letzte genannte Frist der Stadt Halver nicht einhalten können und urplötzlich das Geld für andere Projekte zur Verfügung stünde.“

Hierzu habe man nochmals „wesentlich reduzierte Zahlen“ für den Kunstrasen auf der Friedrichshöhe eingeholt, sodass das Projekt „ganz zur Not auch mit etwas weniger als 250 000 Euro Zuschuss der Stadt realisierbar wäre“, erklärte der Vorsitzende. An einem Plan B wird zudem weiter gearbeitet. Ziel ist es, den Verein konkurrenzfähig und für die Fußballspieler attraktiv zu halten. Immerhin konnte Wengenroth noch einmal auf einen Anstieg der Mitgliederzahl verweisen. „Weit über 400 Mitglieder“ seien es nun; regelmäßig kicken elf Enneper Fußballmannschaften, darunter auch eine Damenmannschaft.

Während der Vorsitzende bewusst keine Emotionen in seinen Bericht legte und die Absage an die Enneper nur als „herben Rückschlag“ darstellte, wies der Kassierer des Vereins, Ulrich Czwiklinski, in seinem Bericht auf eine seiner Ansicht nach vorliegende Ungleichbehandlung der Vereine hin. So seien bislang Betriebskosten auf der Karlshöhe in Höhe von 53 000 Euro angefallen. Selbst nach dem Umbau in eine Breitensportanlage würde die Stadt jährlich einen Zuschuss in Höhe von 28 000 Euro zahlen. Der TuS Ennepe, der die Friedrichshöhe von der Stadt gepachtet hat, erhalte hingegen noch nicht einmal 1000 oder 2000 Euro. Und das, obwohl der Verein ebenfalls Betriebskosten in Höhe von 11 6790,11 Euro für 2009 bezahlen musste und bereits viele Leistungen ehrenamtlich erbracht worden seien. Nur durch eigentlich für das Projekt Kunstrasen gedachte Spendengelder hätte man im vergangenen Jahr ein Minus beim Vergleich der Einnahmen und Ausgaben abwenden können. ▪ Von Marco Fraune

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare