Enervie Vernetzt führt bis Dezember Arbeiten an L528 durch

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Die Baustelle wird noch bis Dezember an der Dortmunder Straße bestehen bleiben.

Halver - Für den Glasfaserausbau in Halver wurden in den vergangenen Monaten mit dem Verlegen von Leerrohren zumindest wichtige Voraussetzungen geschaffen. Hinter der Baustelle an der Landesstraße 528 könnte man ebenfalls Breitband vermuten, aber wie sich erst nach einer regelrechten Schnitzeljagd herausstellt, ist etwas ganz anderes der Anlass.

Die Baustelle an der L 528 (Dortmunder Straße) besteht schon seit einigen Wochen, der Verkehr wird einseitig per Baustellenampel reguliert. Inzwischen ist der abgesperrte Teil von der Einmündung Hagener Straße aus nach Norden gewandert. Neben der Fahrbahn wurde offenbar etwas verlegt. An der Baustelle lagern auch noch Rohre, aber wofür?

Zuständig für die L 528 ist Straßen.NRW, aber der Pressesprecher sagt, dass es keine eigene Baustelle sei. Beim Fachbereich Bauen und Wohnen der Stadt Halver weiß man keine Auskunft, aber wegen der Teilsperrung könnte das Ordnungsamt etwas wissen. Tatsächlich liefert dort Lutz Eicker den richtigen Tipp: Enervie verlege dort Kabel, sagt er.

Der Rückruf von Enervie lässt zunächst auf sich warten. In der Zwischenzeit gerät die Recherche nach einem erneuten Versuch bei Straßen.NRW auf die falsche Fährte. Die Arbeiten an der L 528 würden von Innogy durchgeführt, teilt Andreas Berg mit, der Pressesprecher für den Bereich Südwestfalen. Enervie oder Innogy?

Nicht Breitband sondern Stromkabel werden aktuell an der L 528 verlegt.

Nach Anruf in der Innogy-Zentrale landet die Anfrage auf Umwegen beim Tochterunternehmen Westnetz. „Wir hatten in jüngster Zeit Tiefbauarbeiten in Halver und haben Leerrohre für Breitbandkabel verlegt“, sagt deren Pressesprecher Wieland Dierks. In den vergangenen Monaten seien bei Tiefbauarbeiten in Halver 27,5 Kilometer Leerrohre verlegt worden, im nächsten Schritt werden Glasfaserkabel hineingeschossen. Wann das passiert, konnte Dierks aber nicht sagen. Die eigenen Tiefbauarbeiten in Halver seien aber abgeschlossen. Und die laufenden Arbeiten an der L 528? Dierks: „Wir vermuten, dass das nicht eine Westnetz-Baustelle ist.“

Das bestätigt dann auch Enervie-Pressesprecher Andreas Köster. Seit etwa Mitte September sei Enervie Vernetzt dort tätig. „Hintergrund ist eine neue Mittelspannungsstation im Bereich Hürxtal.“ Der Strom an der Station hat eine Spannung von 10.000 Volt.

Station für Stromspannung

Die alte Station sei nicht mehr auf dem technisch neuesten Stand und werde erneuert. Gleichzeitig werden entlang des 580 Meter langen Abschnitts neue Mittelspannungskabel verlegt sowie auf einem kleinen Abschnitt 400-Volt-Kabel, sagt Köster. Hinzu kommen Betriebsfunkkabel, über die man etwa bei Störungen betroffene Netzabschnitte ansteuert.

Die Maßnahme werde je nach Witterung bis Anfang oder Mitte Dezember dauern. „Wenn die neue Station installiert wird, müssen wir dann für wenige Stunden eine Vollsperrung der Straße durchführen“, sagt Köster, der Zeitpunkt stehe aber noch nicht fest.

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