„Music Fever“ an der Heesfelder Mühle

Endlich wieder ein echtes Festival

Zum Abschluss des Sets von Binyo gesellte sich das Team der Soundbäckerei für ein Foto zur Band auf die Bühne.
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Zum Abschluss des Sets von Binyo gesellte sich das Team der Soundbäckerei für ein Foto zur Band auf die Bühne.

Echtes Summer-Feeling kam am Samstag beim Music Fever Festival an der Heesfelder Mühle auf. Die Freude über ein so umfangreiches Live-Konzert nach langer Abstinenz wurde noch dadurch verstärkt, dass es bis zum Schluss weitgehend trocken blieb.

Halver - Das Team der Soundbäckerei hatte ein vielfältiges, im Wechsel auf zwei Bühnen stattfindendes Programm zusammengestellt, das für fast jeden Musikgeschmack eine Überraschung bereithielt.

Music-Fever-Festival

Bands beim Music-Fever-Festival
Bands beim Music-Fever-Festival
Bands beim Music-Fever-Festival
Bands beim Music-Fever-Festival
Music-Fever-Festival

Den Anfang machte die Punk-Formation Instead Off, mit der der Halveraner Robin Brunsmeier ganz im Gegensatz zu sonstigen Projekten wie Binyo oder Hazefeld eine härtere musikalische Gangart einschlägt. Gut gelaunte, deutschsprachige Popsongs mit einem Augenzwinkern boten die Musiker der Band Kathrina aus Rheda-Wiedenbrück. In ihren Songs geht es skurril zu, wobei zum Beispiel die Polizei auch dann Freund und Helfer ist, wenn man gerade gar keinen Freund braucht oder sich der Song „Lisa und Marie“ um zwei Tanzmäuse dreht.

Leila Akinyi sorgte auf der Bühne für gute Stimmung beim Publikum des Festivals an der Heesfelder Mühle.

Selbstbewusst und kraftvoll animierte die Rapperin Leila Akinyi die Fans dazu, mit ihr zu feiern, zwei Tänzerinnen und eine DJane, die für fette Beats sorgte, kleideten die in den Lyrics behandelten Probleme, denen sich Menschen mit dunkler Hautfarbe ausgesetzt sehen sowie die Aufforderung, diesen selbstbewusst entgegenzutreten, in ein unterhaltsames Kleid. Die weiteste Anreise hatten Zargenbruch aus Berlin hinter sich. Ihre Musikrichtung nennt die Combo selbst WorldFolkBeat, wobei Sänger Flow die Songs in unterschiedlichen Sprachen performt und die viele Musik-Genres zu einem energetischen Cocktail mixt, der immer wieder von Polka-Rhythmen sowie Violin- und Trompeten-Klängen getragen wird.

Die Lokalmatadoren von Binyo mit Robin Brunsmeier sind in Halver stets eine sichere Bank, vor allem, wenn bei der Zugabe auch noch Sebastian „Basti“ Kreinberg, der mit Robin das Hip-Hop-Duo Hazefeld bildet, zum Rappen vorbeikommt. Robins Klassiker wie „Frodo“ oder „Wohlstand“ wechselten sich mit neuen Songs wie der Anti-Lockdown-Hymne „Bekomme Bock“ ab. Mit dem „Godfather of Liedermacher“ Götz Widmann hatten die Veranstalter einen echten musikalischen Leckerbissen aufgefahren, wird ihm doch ein stilbildender Einfluss auf die neue Liedermacher-Generation bescheinigt. Ohne Angst vor der Überschreitung der Geschmacksgrenzen besang Widmann gut gelaunt eine Sitzpinkel-Geschichte, die mächtig in die Hose geht, und stellte „Eduard, den Haschischhund“ vor.

Gute Laune herrschte beim Publikum angesichts des großartigen Live-Erlebnisses bei weitgehend gutem Wetter.

Das Finale bestritt die Band Bukahara auf der großen Bühne. Die vierköpfige Formation um Soufian Zoghlami (Gesang, Gitarre, Schlagzeug) produziert ebenfalls einen bunten Genre-Mix, sozusagen gelebtes Multi-Kulti, was sie zu einer beliebten Festival-Band macht. Die Begeisterung schlug hohe Wellen und die Band feierte mit den bestens gelaunten, tanzenden Fans gute zwei Stunden lang bis Mitternacht.

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