Schnelles Internet bald auch in Oberbrügge

Schnelles Internet auf dem Land

Oberbrügge/Halver - Schwenke, Hohenplanken, Heesfeld und Oeckinghausen haben es inzwischen – schnelleres Internet. Einige Oberbrügger fühlen sich in dieser Hinsicht nicht berücksichtigt, doch das ist falsch. Die Stadt Halver arbeitet daran, bis Ende 2019 soll es auch in Oberbrügge eine bessere Leitung geben.

Die Breitbandversorgung in ländlichen Bereichen erfolgt vor allem durch Fördermittel. Mit dem „Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramm“ des Landes wurde die Verbesserung des Internets in Schwenke, Hohenplanken, Heesfeld und Oeckinghausen ermöglicht. Die Freischaltung erfolgte Mitte Juni. Damals konnten laut Bürgermeister Michael Brosch Glörfeld und Buschhausen nicht mit einbezogen werden. 

„Und das heißt auch nicht, dass die anderen Ortsteile vergessen wurden“, betont er. Das Problem in Oberbrügge sei erkannt. In Sachen schnelles Internet lässt sich der Ortsteil in zwei Bereiche teilen. Unterhalb der Straße Am Nocken ist der Anbieter Unitymedia vertreten. Telefon, Internet und Fernsehempfang können die Anwohner dort beziehen. Oberhalb der Straße gibt es diese Möglichkeit nicht. Da komme laut Brosch ein Förderprogramm des Bundes beim Breitbandausbau zum Tragen. 

Kommunen haben sich zusammengeschlossen

Dafür haben sich die 15 Kommunen im Märkischen Kreis zusammengeschlossen, um ein realistisches Gesamtkonzept auf die Beine zu stellen. Es besteht die Möglichkeit, dass die Kommunen in den Randbereichen miteinander kommunizieren. Zum Beispiel wäre das mit Halverscheid und Brügge denkbar.

Koordiniert wird der Breitbandausbau vom Märkischen Kreis und der Telekommunikationsgesellschaft (TKG) Südwestfalen. Die Fördersumme vom Bund über 12,6 Millionen Euro wurde den Märkern im vergangenen Jahr bewilligt (wir berichteten) und deckt 50 Prozent der anfallenden Kosten des kreisweiten Breitbandausbaus. Zuvor hatte bereits jede Kommune für Planungsleistungen 50 000 Euro vom Land Nordrhein-Westfalen erhalten. 

Vollfinanzierung ist möglich

„Weitere 40 Prozent der Kosten werden durch eine Co-Finanzierung des Landes NRW abgedeckt“, sagt Brosch. Dafür liege der Förderbescheid allerdings noch nicht vor. Für Halver als Stärkungspaktkommune sei sogar eine Vollfinanzierung möglich. Sobald der Bescheid vorliegt, wird die TKG Südwestfalen den kreisweiten Breitbandausbau, der technisch über Glasfaserkabel bis zum Kabelverzweiger realisiert wird, europaweit ausschreiben. 

Sowohl in Oberbrügge als auch in der Kernstadt werde es dann zu Verbesserung kommen, verspricht Brosch. Ziel sei es, den Breitbandausbau in Halver bis Ende 2019 abgeschlossen zu haben. Anschließend sollen die Haushalte in den Ausbaubereichen mit einer Geschwindigkeit von mindestens 50 Mbit pro Sekunde im Internet surfen oder Daten herunterladen können. 

„Ich nehme das Thema sehr, sehr ernst“ 

„Bund und Land fördern nur dann, wenn private Anbieter nicht ausbauen wollen“, erklärt Brosch. Daher beziehe sich die Förderung nur auf den oberen Teil von Oberbrügge und einige Teile der Kernstadt. Denn andere Bereiche in der Innenstadt möchte die Telekom erschließen. „Ich nehme das Thema Breitbandversorgung sehr, sehr ernst“, hofft Bürgermeister Michael Brosch, den Netzausbau möglichst zeitnah weiter vorantreiben zu können.

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