148 Kinder wechseln auf weiterführende Schule

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Viel Betrieb herrschte im vergangenen Jahr beim Anmeldetag am Gymnasium. 123 Kinder besuchen derzeit die fünften Klassen. Gut 35 Prozent kommen aus den umliegenden Städten.

Halver - Die Verantwortung ist groß. Der Druck auf Lehrer und Eltern entsprechend hoch. 148 Kinder aus Halver und Oberbrügge werden im kommenden Jahr von der Grundschule auf eine weiterführende Schule wechseln. Aber auf welche? Das ist eine der zentralen Fragen derzeit.

„Die letztendliche Empfehlung, welche Schule wir für das jeweilige Kind am geeignetsten halten, sprechen wir mit dem Halbjahreszeugnis aus“, erklärt Monika Lauterbach, Rektorin der Lindenhofschule. Der Aufwand sei groß. Denn neben der rein schulischen Leistung müsse auch der Charakter, die individuelle Entwicklung und das Lernverhalten der Kinder in die Beurteilung einfließen. Die Klassenkonferenz habe bereits darüber beraten.

So ist es auch an der Oberbrügger Grundschule. Dort stehen nun die Beratungsgespräche mit den Eltern an. Schulleiter Bernhard Ritschel weiß, dass bei den Empfehlungen viel Fingerspitzengefühl gefragt ist. „Wir beurteilen hier ein zehnjähriges Kind“, betont er. Da sei die Entwicklung oft gar nicht abzusehen. Um so wichtiger sei es, sorgsam und individuell zu handeln. Das scheint in Halver und Oberbrügge gut zu klappen. Denn alle Schulleiter berichten davon, dass sie größtenteils einer Meinung mit den Eltern sind. Unstimmigkeiten seien selten.

Auffällig sei, dass relativ viele Kinder eine Empfehlung für das Gymnasium bekommen. An der Lindenhofschule sind es je nach Jahrgang um die 35 Prozent.

Grundsätzlich würde, so Lauterbach, immer die Gesamtschule mit empfohlen, da sie alle drei Schulformen abdecke, ebenso wie die neue Sekundarschule. Ihr Kollege Ritschel empfiehlt die Sekundarschule ebenfalls mit: „Es gibt Kinder, für die ist diese Schulart genau richtig. Außerdem bin ich froh, dass so viele Kinder von uns dorthin gegangen sind und diese Schule überhaupt ermöglicht haben. Für Halver als Schulstandort war dies wichtig“, sagt Ritschel. Das bedeute aber keinesfalls, dass das Gymnasium oder andere Schulen jetzt weniger empfohlen würden.

Die weiterführenden Schulen können zudem mit regem Zuspruch aus den Nachbarkommunen rechnen.

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