Elektronische Berufswahl

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Auch die Realschüler der Klasse 9b absolvierten den Kompetenz-Check. ▪

HALVER ▪ Die Auswertung sorgte für einige Überraschungen: Berufe wie Fischwirt, Uhrmacher oder Assistent für Geovisualisierung hatte keiner der Teilnehmer in Erwägung gezogen. Der so genannte Kompetenz-Check sagt jedoch etwas anderes – anhand statistischer Daten: Mit ihrer beruflichen Zukunft haben sich die Neuntklässler der Realschule in den vergangenen Wochen intensiv auseinandergesetzt. Rund 90 Schülerinnen und Schüler hatten den von der Agentur für Arbeit angebotenen Kompetenz-Check absolviert – und präsentierten gestern Vormittag nicht nur ihre Ergebnisse, sondern auch Informationen über die jeweiligen Berufe.

Vor den Herbstferien hatten die Neuntklässler den Fragebogen, den die Agentur für Arbeit auf ihrer Internetseite anbietet, beantwortet und anhand diverser Aufgaben unter anderem ihre mathematischen Kenntnisse, logisches Denken und Kreativität testen lassen. Eine auf diesen Daten aufbauende, detaillierte Analyse lieferte den Schülern dann konkrete Vorschläge, welche Berufe für sie am ehesten in Fragen kommen.

Erstaunt über die Berufsvorschläge des Kompetenzcheck-Programms zeigte sich etwa Samed Ulas: Zwar hätten seine Angaben und Ergebnisse eine 80-prozentige Übereinstimmungs-Wahrscheinlichkeit mit dem von ihm angestrebten Beruf Werkzeugmechaniker gehabt. Geht es nach dem Kompetenz-Check, eignet er sich allerdings eher als Gesundheits- und Krankenpfleger. „Da hatte ich 87 Prozent. Das ist aber ein Beruf, über den ich noch nicht einmal nachgedacht habe und auch nicht machen möchte“, sagte Samed Ulas.

Kübra Gökce hingegen war mit der Auswertung ihres Tests zufrieden. „Ich möchte gerne Architektin werden und hatte 83 Prozent Übereinstimmung mit dem Vorschlag Bauzeichnerin“, erklärte die Schülerin. Mit den beiden weiteren Vorschlägen – Film- und Video-Editorin und Assistentin für Gesundheitsprophylaxe – könne sie jedoch nichts anfangen.

Einige Neuntklässler wollen sich für das Betriebspraktikum, das vom 27. Februar bis 16. März kommenden Jahres ansteht, an den Auswertungen des Kompetenz-Checks orientieren – und haben sich zudem gegenseitig mit Informationen über die verschiedenen Berufe versorgt: An einer Pinnwand finden sich zu jedem Job unter anderem Angaben zu Tätigkeitsfeldern, Ausbildungsdauer, Verdienstmöglichkeiten und Voraussetzungen. Diese Übersicht stellten die Schülerinnen und Schüler mit Informationen aus dem Internet und anhand des Buches „Berufe aktuell“ von der Agentur für Arbeit zusammen.

Zudem hatte Berufsberater Wolfgang Kramer sich kürzlich für jede der drei neunten Klassen Zeit genommen, um zu erläutern, welche Internetseiten am besten dazu geeignet sind, um Stellenangebote und erforderliche Qualifikationen für einzelne Jobs einsehen zu können. ▪ Sven Prillwitz

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