Gelage am Bahndamm

Ist das die ekelhafteste Ecke Halvers?

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Hier liegen regelmäßig zerbrochenes Glas, Kronkorken, Kippen und sonstiger Unrat.

Halver - Unweit des Schleienweges befindet sich die zurzeit vielleicht ekelhafteste Ecke Halvers.

Der Fuß- und Radweg, der von der Südstraße direkt bis nach Anschlag führt, hält nach wenigen Gehminuten unterhalb der Bebauung am Schleienweg einen eigentlich netten Rastplatz bereit. Robuste Kunststoffbänke und ein breiter Tisch laden geradezu ein, einen Moment Platz zu nehmen. Normalerweise. 

Doch eingerahmt von Büschen und nicht weit entfernt von der Wodka-Abteilung der nahen Discounter liegt das lauschige Plätzchen weit entfernt von jeder sozialen Kontrolle. Seit Jahren kämpft ein Anwohner, stellvertretend auch für die Nachbarschaft, gegen die Anlage, die zu einem Jugendtreff der besonderen Art verkommen ist. 

Zerbrochenes Glas, Schnapsflaschen, und Medikamente liegen im Mülleimer. Der Dreck ist rund um Tisch und Bänke verteilt, Exkremente finden sich in den Büschen. Die Beutel mit Hundekot im Mülleimer sind geradezu ein Lichtblick in Sachen Hygiene.

„Früher haben wir selber versucht, das sauber zu halten“, sagt der betroffene Bürger, der nicht namentlich auftauchen will. Er ist in Sorge, die jungen Erwachsenen möglicherweise im Garten zu haben. Das Gespräch mit ihnen hat er oft gesucht. „Es hat keinen Zweck“, hat er festgestellt. 

"Bekifft und betrunken bis ans Koma"

Bekifft und betrunken bis ans Koma seien die Besucher des Örtchens, wenn sie mehrfach in der Woche mit minderjährigen Mädchen dort Party machen. In der letzten Zeit passiert das in der Regel im Stehen. Sitzen kann man nicht. Das ist zu ekelig. Das muss ein Ende haben, hatte sich der Anwohner gedacht. 

Am Montag gab es ein Gespräch mit Bürgermeister. „Kann den Anwohnern geholfen werden?“, fragte gestern der Allgemeine Anzeiger bei Michael Brosch an. Und das soll nun kurzfristig geschehen. Die Mitarbeiter des Baubetriebshofs würden demnächst die Bänke und den Tisch abbauen. Der Bereich sei auch Problem für den Bauhof selbst, so Brosch. 

In der letzten Zeit sei die Reinigung in der Regel wöchentlich erfolgt, doch der Kampf mit dem Müll war offenbar nicht zu gewinnen. Ob, wann und wo sich nun ein anderer Treffpunkt für die problematische Klientel findet, ist nach Einschätzung des Bürgermeisters allerdings offen.

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