Ein „Eisernes Pferd“ im Halveraner Wald

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In den Wäldern von Halver kommt jetzt ein „Eisernes Pferd“ zum Einsatz – Stefan Heinrich demonstriert, wie die Maschine bei der Rücke-Arbeit verwendet werden kann.

Halver - Es ist wohl das einzige „Iron Horse“ („Eisernes Pferd“) weit und breit, das nicht nur aus Metall, sondern beispielsweise auch aus Gummi besteht. Das Pferd schnaubt auch nicht und scharrt nicht mit den Hufen, vielmehr sorgt ein neun PS starker Dieselmotor für den Antrieb.

Von Det Ruthmann

Und mit dem Pferd können Arbeiten sowohl im Wald als auch beispielsweise im Garten- und Landschaftsbau durchgeführt werden – auf eine bodenschonende Art und Weise. Die Maschine hat zwar ein Eigengewicht von rund 850 Kilogramm, doch der Druck verteilt sich durch die Gummi-Fahrketten auf eine größere Fläche, ist damit geringer. „Der Druck auf den Boden ist kleiner als durch einen Mann mit Schuhgröße 45“, lacht Stefan Heinrich. Der Diplom-Agraringenieur hat das „Eiserne Pferd“ nach Halver geholt. Die Maschine wird in Finnland hergestellt und hierzulande eigentlich nur im süddeutschen Raum vertrieben.

Es handelt sich dabei um ein Komplettsystem mit Gummi-Fahrketten – wodurch es auch im schwierigen beziehungsweise extremen Gelände eingesetzt werden kann – , hydraulischem Kran, Rundholzzange oder Baggerschaufel, 20 Meter langer Motorseilwinde mit einer Tonne Zugkraft, Handseilwinde, Stammauflage oder Lademulde und weiterem Zubehör.

Das „Iron Horse“ verrichtet also bei Rücke-Arbeiten im Wald ebenso seinen Dienst wie beim Transport von beispielsweise Erde oder Humus im Garten oder in Parkanlagen – und schont dabei den Boden, hinterlässt kaum Spuren. Gleichwohl sorge ein Neun-PS-starker Motor in Verbindung mit den Ketten sowohl für eine Geländetauglichkeit als auch für eine Wendigkeit.

Das Gerät, so erläutert Stefan Heinrich, könne sowohl als Ergänzung zu schweren Maschinen als auch als deren Alternative genutzt werden. Selbst bei Rettungseinsätzen in schwer zugänglichen Gebieten könne das „Eiserne Pferd“ eingesetzt werden. Der Halveraner ist auch davon überzeugt, dass das „Eiserne Pferd“ sogar in Biotopen und Mooren eingesetzt werden kann, ohne größere Schäden zu hinterlassen.

Wer mehr über das „Iron Horse“ erfahren möchte, kann sich an Stefan Heinrich, Telefon 02355/3515 oder 0173/2637675, E-Mail pv@idh20.de, wenden.

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