„Klimaschutz mit BRAvour“

Einsatz für den Klimaschutz: Kampagne hat begonnen

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Es ist kurz vor 12: 71 Kommunen möchten noch mehr zum Klimaschutz beitragen.

Städte, Gemeinden und Kreise im Regierungspräsidium Arnsberg wollen mehr Fotovoltaik auf die Dächer bringen. 71 von 83 Kommunen sind dabei und bereits eingestiegen in die Kampagne „Klimaschutz mit BRAvour“.

Halver/Schalksmühle – Mit von der Partie sind auch die Stadt Halver und die Gemeinde Schalksmühle. Noch während der Präsentation stieß Werdohl hinzu.

„Das Potenzial ist riesig“, sagte Regierungspräsident Hans-Josef Vogel, zugleich Schirmherr der Kampagne, in einem Grußwort. Gleichzeitig genieße die Fotovoltaik höchste gesellschaftliche Akzeptanz und sei technisch ausgereift. Und nicht zuletzt: Die Anlagen seien in den vergangenen Jahren um rund 75 Prozent billiger geworden, wie das Fraunhofer-Institut ausgerechnet hat.

Beratung auf lokaler Ebene

Vor diesem Hintergrund bietet die Bezirksregierung den beteiligten Städten an, ihnen Parallel- und Doppelarbeit abzunehmen. Information und Beratung sollen auf lokaler Ebene stattfinden, wo interessierte Bürger besser erreicht werden als über die Landesebene, an die man als Hausbesitzer möglicherweise nicht als Ansprechpartner denkt.

Doch Arnsberg kooperiert bereits an anderen Stellen intensiv mit der Energie-Agentur NRW. Informationen und Materialien können auf dem aktuellsten Stand bereitgehalten werden und werden individualisiert an die Kommunen weitergereicht mit lokalem Bildmaterial und den Kontakten der zuständigen Ansprechpartner in Verwaltung und Verbänden. Dazu kommen verschiedenen Medien wie Flyer, Broschüren oder auch Roll-ups, ein Internetauftritt und Social-Media-Aktivitäten.

Dass Sonnenkraft Rückenwind gebrauchen kann, zeigt ein Blick auf die Landkarte, die das Regierungspräsidium bereithält. Danach „werden im Durchschnitt nur fünf Prozent des PV-Dachflächenpotenzials im Regierungsbezirk genutzt“, heißt es dort. Und der größte Teil des Märkischen Kreises kommt mit 1,1 bis 4,4 Prozent nicht einmal daran heran.

Diese Kommunen aus dem Kreis machen mit.

Zu den 71 Kommunen gehören aus dem Märkischen Kreis folgende Städte und Gemeinden: Altena, Halver, Hemer, Herscheid, Iserlohn, Kierspe, Lüdenscheid, Meinerzhagen, Menden, Neuenrade, Schalksmühle und Werdohl.

Ändern könnte diesen Sachverhalt auch eine kleine Beispielrechnung: „Der Solar Cluster Baden-Württemberg hat für kleine PV-Anlagen mit einem Eigenverbrauchsanteil von 25 Prozent Renditen bis zu 5 Prozent abgeschätzt“, heißt es auf der zur Kampagne gehörenden Internet-Seite der Bezirksregierung, die seit Donnerstag offen ist. Dort findet sich auch ein interessanter Förderhinweis. 150 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität gibt es als Zuschuss beispielsweise für die Pufferbatterien neuer Anlagen. Und ob das eigene Dach von der Ausrichtung her für PV-Anlagen taugt, zeigt ein Blick ins Solarkataster – ebenfalls auf der Seite zu finden.

Auf ein Jahr angelegt

Zunächst auf ein Jahr ist die Kampagne angelegt, die sich schwerpunktmäßig um Fotovoltaik dreht, aber auch um weitere erneuerbare Energien, Gebäudesanierung, Nutzerverhalten, Mobilität und Klimafolgenanpassung. Sie findet statt vor dem Hintergrund, dass 2022 der Ausstieg aus dem Atomstrom vollzogen werden und bis 2035 der Anteil erneuerbarer Energien auf 65 Prozent steigen soll. Gleichzeitig rechnet die Bundesregierung damit, dass bis 2030 mindestens 7 bis 10 Millionen Elektroautos auf Deutschlands Straßen fahren dürften. Der günstigen Eigenstromversorgung dürfte damit eine bedeutende Rolle zufallen.

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