Einmalige Öffnung der Heerstraße am 25. Mai

- Archivfoto Berndt

Halver - „Wir investieren dort mehr als 3 Millionen Euro, wir bitten Sie daher um Unterstützung“, lautete der Appell von Carsten Spreemann von Straßen.NRW, Bauleiter der Sanierung der Heerstraße, an die Mitglieder des Hauptausschusses.

Von Det Ruthmann

Denn auch der Bauleiter hat längst gespürt, dass es in Ehringhausen „brodelt“. Die Bürger dort sehen die Vollsperrung sehr kritisch, was nicht nur durch Leserbriefe dokumentiert wurde.

Spreemann, der zusammen mit Projektleiter Uwe Mielke vom Landesbetrieb in die Sitzung des Hauptausschusses gekommen war, wies einmal mehr darauf hin, dass eine Breite von insgesamt 5,75 Meter erforderlich sei, um sowohl dem motorisierten als auch dem nicht motorisierten Verkehr die Durchfahrt durch die Baufelder gewähren zu können. „Die erreichen wir aber bei einer Gesamtbreite von 10 Metern nicht“, sagte Spreemann.

Außerdem stelle das Fahren auf dem Schotteruntergund (die sogenannte Frostschicht) eine Gefahr dar, wenn nicht Schritt gefahren würde. Dann könnten bis zu fünf Zentimeter große Steine wie Geschosse herumfliegen. Daher habe man auch der Durchfahrt der Busse nur „mit großen Bauchschmerzen“ zugestimmt. „Die fahren auch nicht alle Schritttempo!“

Bauchschmerzen habe man auch, so der Bauleiter, bei der Durchfahrt am Wahlsonntag, für die sich die Mitglieder des Hauptausschusses am Dienstag einstimmig entschieden hatten. Einerseits sei die Wahl „ein sehr hohes Gut“, auf der anderen Seite reiche die Zeit für entsprechende Vorbereitungen aus und die Verkehrssicherungspflicht geht am 25. Mai auf die Stadt über. Kosten würden zudem nur der Stadt, für das Aufstellen der Warnbaken, entstehen.

Verworfen wurde in der Hauptausschusssitzung der Vorschlag von Andreas Gerrath (FDP), nur Autos durch das Baufeld fahren zu lassen. „Dann dürfen Anlieger nicht zu Fuß zu ihren Häusern gehen.“ Ebenfalls kurzfristig nicht realisierbar war die Idee von Werner Lemmert (UWG), ein Wahllokal im Feuerwehrgerätehaus in Ehringhausen einzurichten. Dazu sei die Zeit jetzt zu knapp; die Wahl werde dadurch dann anfechtbar.

So bleibt es dabei, dass die Baustelle am 25. Mai durchfahren werden kann, da der Landesbetrieb Straßen.NRW, der Märkische Kreis und auch der Haftpflichtversicherer zustimmen. Es wird ein einmaliger Fall bleiben, da am Wahlsonntag nach 18 Uhr die Heerstraße wieder voll gesperrt wird – bis voraussichtlich Oktober, dem geplanten Abschluss des zweiten Bauabschnitts.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare