Corona in Halver

Einkaufen im Aldi und Kaufland in MK: Die Kunden verhalten sich anders

Ein alter Mann steht im Supermarkt vor einem Regal. (Symbolbild)
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Kein Hamstern mehr: Die Kunden kaufen in der Regel wieder bedarfsgerecht ein.

Abstand halten, Maske tragen, durch Acrylglasscheiben sprechen, Desinfektionsmittel kaufen – das Verhalten beim Einkaufen hat sich in den letzten anderthalb Jahren stark verändert. Der Grund: Corona.

Halver – Mittlerweile ist es schon zur Routine geworden, dass selbst der Nachbar hinter seinem Mundschutz nicht mehr erkannt, mit dem Einkaufswagen hinter Bodenmarkierungen geparkt oder für bestimmte Bereiche sogar ein Gesundheitstest benötigt wird.

Ob in den Geschäften mit Waren für den täglichen Bedarf die Hamsterkäufe endgültig der Vergangenheit angehören und wie die Halveraner mit den aktuellen Einschränkungen umgehen, wollten wir von den Geschäftsführern wissen.

„Hier ist alles wie immer“, bescheinigt Peter Braunheim von Peters Lädchen. Vor seinem Feinkost- und Spezialitätengeschäft hängt ein Schild mit dem Hinweis, dass maximal vier Personen eintreten dürfen. „Daran halten sich auch alle Kunden“, versichert er. Besondere Einkaufstage gibt es hier nicht. „Mal kommen montags weniger, weil noch genug vom Wochenende übrig ist, mal mehr. So ist das eben mit dem Halveraner. Er kommt, wann er will“, scherzt der Inhaber. Was ihm auffällt, ist, dass sich einige Kunden jetzt mehr gönnen als früher. Ob das unbedingt mit der Pandemie zusammenhängt, kann er jedoch nicht sagen.

Keine Zwei-Klassen-Gesellschaft

Aufpassen, dass alle Maßnahmen auch eingehalten werden, muss er nicht. „Die Kunden haben sich selbst diszipliniert“, sagt Peter Braunheim. Wenn der Laden voll ist, werde halt vor der Tür gewartet. Von der derzeitigen Überlegung, auch in den Geschäften eine 3G-Regelung einzuführen, und niemanden mehr reinzulassen, der nicht geimpft, genesen oder getestet ist, hält er nicht viel. Besonders im Hinblick auf den kommenden Monat, wenn die Tests selbst bezahlt werden sollen. „Man kann die Menschen doch nicht in eine Zwei-Klassen-Gesellschaft teilen“, sagt der Halveraner. Das bisherige System sei in seinen Augen ausreichend.

Verena Lissek von der Aldi-Presseabteilung erklärt, dass sich auch in dem Discounter am Fachmarktzentrum das Verhalten der Kunden angepasst, langsam aber fast alles wieder eine gewisse Normalität erreicht hat. Einige Änderungen werden sich ihrer Einschätzung nach jedoch auf lange Sicht etablieren. „Das veränderte Einkaufsverhalten unserer Kundinnen und Kunden ist für uns ein absolutes Topthema. Wir entwickeln unser Angebot und unseren Service im Sinne unserer Kunden kontinuierlich weiter. Themen wie Regionalität, gesunde Ernährung, fairer Handel und Tierwohl spielen für unsere Kundinnen und Kunden eine immer größere Rolle. Unabhängig von der aktuellen Corona-Situation gehen wir davon aus, dass diese Trends und Entwicklungen weiter bestehen bleiben“, so Verena Lissek.

Sie konnte feststellen, dass die Aldi Kunden „während der Corona-Pandemie vermehrt zu frischen Lebensmitteln und Produkten für die Zubereitung von Gerichten greifen“. Die sogenannten Bevorratungskäufe seien zurückgegangen und die Kunden kaufen in der Regel wieder bedarfsgerecht ein.

Annähernd normal gehe es wieder im Kaufland zu, weiß Andrea Kübler von der zuständigen Pressestelle. „Nach über anderthalb Jahren seit Beginn der Pandemie hat sich das Einkaufsverhalten unserer Kunden mittlerweile normalisiert. Die überwiegende Mehrzahl trägt eine Maske, viele notwendigen Verhaltensregeln haben sich gut eingespielt. Aufgrund unserer großen Verkaufsflächen sowie den breiten Gängen können wir die Mindestabstände gut einhalten. Zudem bieten wir unseren Kunden durch unsere langen Öffnungszeiten ein großes Zeitfenster für ihre Einkäufe“, beschreibt sie die Lage in dem Discounter.

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