Einigung zwischen EWR und Feckinghaus

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Im Noveber 2014 soll Gülle aus einem Behälter von Landwirt Tobias Feckinghaus in die Neye geflossen sein, jetzt haben sich beide Parteien außergerichtlich geeinigt.

Halver - Der Energieversorger EWR (Energie und Wasser für Remscheid) und der Halveraner Landwirt Tobias Feckinghaus haben sich in einem Schadensfall aus dem November 2014 außergerichtlich geeinigt.

„Die Gegenseite hat eine Summe gezahlt, die der Höhe des Schadens entsprach“, sagte EWR-Pressesprecher Klaus Zehrtner gestern auf Anfrage des AA.

Das Ergebnis: Der Prozess vor dem Landgericht Hagen fand nicht wie geplant statt. Der Vorwurf des Energieversorgers gegenüber Feckinghaus lautete: Gülle, die aus einem Behälter des Landwirts stamme, sei in die Neyetalsperre geflossen und habe diese verunreinigt.

Obacht: Streitsache war in diesem Fall nicht die Schadenersatzklage der EWR gegen Feckinghaus, bei der das Unternehmen dem Halveraner vorwirft, dass im März 2015 etwa 1,7 Millionen Liter Gülle von Feckinghaus’-Behälter in die Neyetalsperre geflossen seien. Der Landwirt vermutete damals, dass er möglicherweise das Opfer von Sabotage geworden sein könnte.

Langwierige Untersuchungen

„Die Schadensermittlungen in diesem Fall sind von unserer Seite noch nicht abgeschlossen. Teile des Zulaufsbereichs sind immer noch verschmutzt. Das heißt, das Wasser in diesem Bereich ist aus mikrobiologischer Sicht tot“, erläuterte Zehrtner. Das Unternehmen habe bereits viel unternommen, um den entstandenen Schaden zu beheben. Unter anderem sei eine Leitung von der Talsperre zu einem benachbarten Klärwerk gelegt worden. Zudem führen Mitarbeiter des Energieversorgers aus Remscheid derzeit ständig Messungen am Gewässer durch. Dieses habe sich laut Zehrtner „positiv entwickelt“ – mehr aber auch nicht.

Seinen Schätzungen zufolge bewegt sich die Schadenssumme im sechsstelligen Bereich. „Wann es in der Sache zur Verfahrenseröffnung kommt, steht allerdings noch nicht fest“, sagte Zehrtner.

Feckinghaus’ Sicht der Dinge

Zu dem Fall, bei dem sich die Beteiligten jetzt außergerichtlich geeinigt haben, sagt Tobias Feckinghaus: „Man vermutet, dass die Verunreinigung im Wasser durch Gülle zustande gekommen ist. Aber wo die Gülle herkam und ob es sich tatsächlich um Gülle gehandelt hat, das wurde nicht bewiesen.“

„Nichts zu Schulden kommen lassen“

Die Zahlung an die EWR habe seine Versicherung übernommen. Für den Halveraner Landwirt steht fest: „Von meinem Hof hat nie irgendjemand etwas eingeleitet oder abgelassen. Ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen.“

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