Kids-Basar: Ungewisse Zukunft, trotz großen Ansturms

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Rund 6000 verschiedene Artikel warteten beim 39. Kids-Basar in der Realschule/Humboldtschule auf Käufer. Die geplante nächste Auflage des Basars im Frühjahr muss allerdings ausfallen.

Halver - Es war ein Bild wie immer, das am Samstagvormittag den Kids-Basar der Freien evangelischen Gemeinde in der Real-/Humboldtschule prägte. Schon wenigen Minuten nach Öffnung der Türen waren unzählige Besucher auf der Jagd nach Schnäppchen. Offen ist aber, wie lange dies noch möglich ist.

Die Auswahl bei der 39. Auflage war gewohnt groß und umfangreich. „Auch dieses Mal sind die Marken für die 6000 Artikel wieder alle weggegangen und es gab es auch Leute, die noch mehr hätten“, berichtete Gabi Kasemann vom Organisationsteam von einem gewohnt großen Andrang bei den zu verkaufenden Artikel. Ein eventueller Rückgang der angeboten Kleidung, Spielzeuge, Kinderwagen, Schuhe oder Winterausrüstung durch die aktuell große Spendenbereitschaft für Flüchtlinge trat damit nicht ein.

Stattdessen nutzte die Freie evangelische Gemeinde ihren traditionellen Basar, um auch weiterhin Spenden entgegenzunehmen. Entweder durch eine Sonderannahme vor, während und nach dem Kids-Basar oder durch die Überlassung der restlichen Bestände des Basars. „Einige Verkäufer haben schon im Vorfeld angekündigt, dass sie Sachen, die nicht verkauft wurden, spenden wollen“, berichtet Kasemann, die dabei eine enge Abstimmung mit dem Verein der Flüchtlingshilfe vorsieht, was wiederum eine möglichst gute Verteilung der Spenden verspricht. Als Vorteil könnte sich bei den Spenden aus den nicht verkauften Artikel erweisen, dass diese bereits geprüft und sortiert sind, was eine schnellere und einfachere Verteilung möglich macht.

Damit aber vor allem die Kinder und Jugendlichen unter den Asylbewerbern in Halver nicht lange warten müssen, hat sich die Freie evangelische Gemeinde auch für die diesjährige Herbstauflage wieder etwas besonderes einfallen lassen. Wie schon im Frühjahr wurden Gutscheine in Höhe von 25 Euro an die Kinder und Jugendlichen verteilt. „Damit können wir ihnen direkt und schnell helfen, sich zumindest etwas mit Spielzeug oder Kleidung ausstatten zu können“, erklärt Kasemann die Aktion, die großen Anklang fand.

Geringere Kinderzahl macht sich bemerkbar

Ob es etwas in Zukunft noch einmal geben wird, ist steht noch nicht fest. Denn die gesamte Zukunft des beliebten und traditionellen Kids-Basar ist aktuell ungewiss. „Die geplante 40. Auflage im nächsten Frühjahr müssen wir auf jeden Fall absagen“, erklärt die Leiterin des Organisationsteams. Die Gründe für die ungewisse Zukunft sind dabei breit gestreut.

Zum einem fehlen im Frühjahr genügend Helfer um den Basar in gewohnter Weise zu organisieren und ablaufen zu lassen. „Die geringere Anzahl an Kindern macht sich auch da bemerkbar, da die Zahl der helfenden Eltern immer weniger wird. Deshalb sind wir auf jeden Helfer angewiesen“, sagt Kasemann. Der zweite Grund, der dem Kids-Basar Sorgen bereitet, ist die Umwandlung der Real- zur Humboldtschule. Die neue Ausstattung der Klassenräume mit deutlichen kleineren Tischen würde beim Auf- und Abbau erhebliche Mehrarbeit bedeuten. Auch deshalb muss das Organisationsteam erst einmal abwarten, wie die neuen Gegebenheiten aussehen, um dann im kommenden Herbst vielleicht doch die 40. Auflage mit etwas Verspätung zu stemmen.

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