Eine musikalische Reise in die Welt der Blechbläser

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Die Blechbläser aus Lüdenscheid überzeugten die Besucher in der Nicolai-Kirche.

HALVER ▪ Die „Blechbläser des CVJM-Lüdenscheid“ haben am Sonntag die Zuhörer in der Nicolai-Kirche Halver begeistert. Unter der Leitung von Dr. Martin Türk stellten die Musiker, die aus Jung- und „Alt“-Bläsern bestehen, ihr Programm „Kreuzbausteine“ vor.

Das Benefizkonzert entstand ursprünglich zur Unterstützung des Bauvorhabens an der Kreuzkirche Lüdenscheid. Die durchweg positive Resonanz des Programms führte die Musiker aber schließlich auch über die Stadtgrenze der Bergstadt hinaus nach Halver. „Der Titel ‚Kreuzbausteine’ ist gleich mehrfach interpretierbar“, so Türk. „In erster Linie sollten mit dem Programm natürlich Bausteine für die Kreuzkirche gesammelt werden, aber der Titel steht auch für die verschiedenen musikalischen Bausteine, die unser Programm bilden. Und nicht zuletzt ist der Titel auch Zeichen für den Glauben in Jesus Christus, der in seinen vielen Möglichkeiten zu leben ist“, so Türk weiter.

Titel wie „Lobe den Herren“ von Michael Junker, die „Sonata 5“ von Antonio Bertali und Rigaudon, Larghetto und Allegro aus der „Suite“ von Georg Friedrich Händel entführten die Besucher in der ersten Hälfte des Konzerts in die klassische Musik der Bläser. Unterstützt wurden die Musiker aus Lüdenscheid zudem von René Neufert am Schlagzeug und Michael Kordt an der Orgel. Kordt gab zunächst die „Toccata op. 7 Nummer 3“ von Augustin Barié zum Besten. Im Wechsel mit Pastor Christoph Dickel, der Gedanken zum bevorstehenden Osterfest vortrug, folgten von Johann Sebastian Bach jeweils drei Sätze aus „Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen“ und „O Haupt voll Blut und Wunden“. Dickel ging dabei auf die Verurteilung und Kreuzigung Christi ein, bevor mit einer überarbeiteten Version von „Christ ist entstanden“, aus der Feder von Heinrich Ehmann, die Auferstehung musikalisch dargestellt wurde. „Haben Sie gehört, wie der Grabstein weg rollte?“, kommentierte Türk dieses Stück.

„More like you“ von Scott Wesley Brown, nahm die Besucher schließlich mit in die zweite Hälfte des Konzerts. Die Jungbläser brachten mit „Oh when the saints“ den Swing in die Kirche. Die kleinen Musiker stellten ihr bereits erlerntes Können, sehr zur Freude der Besucher, bravurös zur Schau. Dass nicht immer alle Töne saßen, war bestimmt der Nervosität zuzuschreiben und so wurden die Nachwuchstalente mit viel Applaus bedacht.

Michael Kordt spielte nun nochmals leidenschaftlich die Orgel mit „Prière à Notre Dame“ aus der „Suite Gothique op.25“ von Léon Boëllmann. „Nun stellen Sie sich vor, dass Sie eine kleine verrauchte Kneipe betreten“, fuhr Türk fort. Mit der „Romanze in Swing“ von Matthias Nagel, „Do Lord“ von Richard Roblee und „Mercy Mercy“ von Josef Erich Zawinul füllten lockere, schwingende Jazztöne den Raum. Das Publikum war begeistert von der Vielseitigkeit der Bläser.

Zum Schluss des Konzertes kamen erneut die jungen Musiker auf die Bühne, um das Konzert mit einer von Chris Woods überarbeiteten Version des bekannten Chorals „Lobe den Herren, o meine Seele“, zu beenden. Das Publikum würdigte die Leistungen der Blechbläser aus Lüdenscheid mit lang anhaltendem Applaus und es wurde mit drei Zugaben belohnt. Friederike Domke

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