Eine „Entscheidung für die Mieter“

Aufsichtsratsvorsitzender Manfred Biber (Mitte) lässt sich von Heizungsbauer Ralf Fruntke und Architekt Karsten Scharfenberg die Heizungsanlage erklären. ▪ K. Zacharias

HALVER ▪ Gute sechs Monate haben die Handwerker gearbeitet, das Dach neu gedeckt, die Fassade gedämmt und gestrichen, neue Heizkörper eingebaut – jetzt ist das Mehrfamilienhaus der Baugenossenschaft Halver zu einem kleinen „Schmuckstück“ am Oesterberg geworden.Rund 250 000 Euro hat die Baugenossenschaft in die „Rundum-Erneuerung“ des Hauses Nummer 8 investiert, nun blicken sie nicht ohne Stolz auf die Modernisierung.

Anlässlich einer Genossenschaftsversammlung hatten die Mitglieder nun Gelegenheit, sich von den Umbauten selbst ein Bild zu machen.

i-Tüpfelchen der Maßnahme war nicht zuletzt der Einbau einer modernen Holzpellet-Anlage, für die man sich nicht nur aus wirtschaftlichen, sondern auch aus ökologischen Gründen entschieden habe, erklärt Gerhard Scharfenberg. „Wir wollten auf den Zug der neuen Energieträger aufspringen“, ergänzt Karsten Scharfenberg, bauleitender Architekt. Und so habe man sich gefragt: „Was ist besonders ressourcenschonend.“ Nicht zuletzt sei die Entscheidung für die Pellet-Heizung in Verbindung mit den umfangreichen Dämmmaßnahmen aber auch eine „Entscheidung für die Mieter“, schließlich würde sich dies am Ende des Jahres in ihrem Geldbeutel bemerkbar machen, sind sich die Aufsichtsratsmitglieder sicher. „Die Kosten betragen rund die Hälfte jener, die mit der bisherigen Nachtspeicherheizung anfielen. Somit haben die Mieter das meiste davon.“

Mit großem Interesse nahmen sie daher auch die von der Firma Fruntke installierte Pellet-Anlage in Augenschein, ließen sich erklären, wie die gepressten Holzkügelchen vom Lager in den Kessel gelangen und wie lange der Vorrat von zirka sechs Tonnen wohl ausreichen werde. „Wir gehen davon aus, dass die derzeitige Menge eine halbe Heizperiode reicht, vielleicht sogar länger“, versicherte Frank Fruntke den Mietern, dass ihnen so gut wie keine Unannehmlichkeiten entstünden. „Lediglich der Asche-Behälter müsse regelmäßig geleert werden“, erklärte Karsten Scharfenberg den Mietern.

Während am Haus und seiner Umlage in den kommenden Wochen noch die Restarbeiten erledigt werden, haben die Verantwortlichen der Baugenossenschaft bereits das nächste Projekt ins Auge gefasst. Denn auch dem benachbarten Mehrfamilienhaus steht voraussichtlich 2012 eine Sanierung bevor. „Wir kommen nicht umhin, weiter zu modernisieren“, blickt Karsten Scharfenberg in die Zukunft. Derzeit freuen sich Aufsichtsrat und Mitglieder aber zunächst einmal über den Abschluss des aktuellen Projekts. „Mit den Maßnahmen im Tannenweg und Oesterberg haben wir zu einem ansehnliche Straßenbild beigetragen. Und darauf können wir stolz sein“, so Aufsichtsratsvorsitzender Manfred Biber. ▪ Kerstin Zacharias

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