Ein Tag im neuen Co-Working-Space in Halver

Homeoffice außer Haus

Pia Riepl-Bauer, Coworking
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Pia Riepl-Bauer kümmert sich um die Räume, die Gäste und die Technik. Für einen Monat ist die Studentin nach Halver gezogen.

Der Arbeitsplatz in der Redaktion bleibt leer. Testlauf. Erster Tag Co-Working in Halver. Zeitung machen außer Haus im Selbstversuch, sozusagen. Und das klappt sogar.

Halver - Ich bin am Mittwoch der erste und der einzige Kunde, der sich im Pop-up-Co-Working-Space an der Frankfurter Straße 50 eingebucht hat. Das soll sich in den nächsten Tagen ändern. Am Freitag, 3. September, dürfte es schon voller sein. Dann ist Tag der offenen Tür in den früheren Wippermann-Büros, die jetzt zentraler Baustein des Kreativ-Quartiers Wippermann werden sollen.

Doch das mit der offenen Tür ist nicht auf diesen Freitag begrenzt. Dafür sorgt Pia. Pia Riepl-Bauer wird in den kommenden Wochen das Gesicht der Co-Working-Büros mit bis zu 14 Arbeitsplätzen sein. Eigentlich studiert die 20-Jährige Philosophie und Wirtschaft in Bayreuth. Die Semesterferien nutzt sie für das Praktikum in Halver.

Die Arbeit der Zukunft gestalten

Im Gespräch mit ihr geht es um Wirtschafts- und Unternehmensethik und die Frage: „Wie können wir die Arbeit der Zukunft gestalten?“ Das Co-Working im ländlichen Raum ist für sie ein Schlüssel, das Land wieder als Lebens- und Arbeitsraum attraktiv zu machen, der Landflucht zu begegnen und den Menschen als Alternative den Weg aus dem klassischen Homeoffice zu ebnen, wo Kreativität und Begegnung vielfach auf der Strecke blieben.

Coworking im Selbstversuch für AA-Redakteur Florian Hesse.

Auf insgesamt acht Wochen ist die Startphase in Halver angelegt. In dieser Zeit stehen die Arbeitsplätze kostenfrei zur Verfügung. Am Ende will man genauer wissen, wer die Arbeitsplätze in welchem Umfang braucht und welche Standards nachgefragt werden.

Technik und Kaffee gut

Zum Auftakt sieht es jedenfalls gut aus. Das Internet ist im Download knapp 100 Megabit schnell und im Upload rund 20. Das Redaktionssystem läuft rund damit, und um das Drumrum kümmert sich Pia Riepl-Bauer, die nicht nur den Sinn des Projekts erklären kann, sondern auch dem Drucker Manieren beibringt und den Kaffeeautomaten befüllt.

Von Halver war sie auf Anhieb angetan und vom Co-Working auch: „Das soll hier kein reiner Arbeitsplatz sein. Ich habe schon vor, das Projekt hier zu leben.“ „Community-Managerin in einem Popup-Co-Working-Space“ wäre ihr offizieller Titel. Darüber kann sie selber schmunzeln und bringt es auf den Punkt: „Ich soll gute Stimmung schaffen und gucken, dass es läuft“, sagt sie ganz pragmatisch.

Wer in den kommenden Wochen zu ihr zur Arbeit kommt, weiß sie ganz genau noch nicht. Ihre Zielgruppen könnten sein

  • Soloselbstständige
  • .deprimierte Homeoffice-Beschäftigte
  • Unternehmen in der Gründungsphase
  • kleine Teams
  • Pendler mit langen Arbeitswegen.

Offene Tür

Der Tag der offenen Tür findet an diesem Freitag von 9 bis 17 Uhr statt. Buchungen für die Nutzung der Co-Working-Places sind online unter www.coworkland.de möglich.

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