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Ein Sonnenschirm für die Pflanzen: Züchter im MK liebt seine Fuchsien

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Von: Ursula Dettlaff

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Mehr als 100 Fuchsien in 40 Sorten blühen im Garten von Günter Panne in Halver.
Mehr als 100 Fuchsien in 40 Sorten blühen im Garten von Günter Panne in Halver. © Dettlaff-Rietz, Ursula

Ein wahres Blütenmeer schmückt den Garten von Günter Panne. Er züchtet seit mehr als 40 Jahren Fuchsien. Überwiegend verschiedene Rottöne, die alle zu dieser Pflanzenart gehören, sind bei ihm zu finden.

Halver – „Es ist eine sehr variantenreiche, pflegeleichte Pflanze“, erklärt Günter Panne. Mehr als 100 Fuchsien in 40 Sorten blühen in seinem Garten. „Erich Rinas war mein Lehrmeister. Von ihm habe ich viel gelernt“, blickt er zurück auf die Anfänge der Liebe zu dieser Pflanzenart.

Es gibt kleinblütige Sorten, wie „Cuxhaven“, bis hin zu Sorten mit faustgroßen Blüten. Das große Fuchsien-Beet ist der Blickfang im Garten von Günter Panne. Darüber hinaus umrahmen einige Pflanzen in Töpfen die Terrasse. Manche Pflanzen sind mit Namensschildern versehen. Aufgeführt sind alle im Fuchsienbuch.

Klimawandel im Garten sichtbar

Die Blüten unterscheiden sich in der Größe, sowie der Farbe und dem Aussehen der Blüten. Es gibt gefüllte und ungefüllte Sorten. Ist das Blüteninnere gefüllt, gleicht es einer Rose. „Jans Feen“ ist eine solche Sorte. Die „Royal Velvet“ ist dunkelblau gefüllt. Die „Minirose“ ist übervoll mit winzig kleinen Blüten. Mit Hängefuchsien lassen sich tolle Farbakzente an Hauswänden setzen. Allerdings: Pralle Sonne mögen Fuchsien gar nicht.

Im Garten, so Panne, könne man die Folgen des Klimawandels erkennen. Über mehrere Stunden oder sogar Tage direkte starke Sonneneinstrahlung, schadet der Fuchsie. „Dann stelle ich den Sonnenschirm im Beet auf“, sagt Günter Panne.

Bis vor ein paar Jahren gab es bundesweit noch viele Gärtnereien, die sich auf Fuchsien spezialisiert hatten. Einem Trend folgend, orientierten sich viele um. „Sie züchten einige wenige Sorten, um im Frühjahr die großen Discounter oder Baumärkte zu beliefern“, beobachtete Panne. „Kleinblütige rote Fuchsien werden besonders auf Friedhöfen gepflanzt“, weiß er. Statt jedes Jahr neue Pflanzen zu kaufen, kann man sie überwintern. Das ist nachhaltig und schont den Geldbeutel.

Fuchsien gehören zur Gattung der Nachtkerzengewächse. Im Herbst werden sie zum Schutz vor Pilzbefall entlaubt und überwintern an einem etwa drei Grad warmen dunklen Ort. Ausnahme bilden die kleinblütigen Sorten, ihre Blätter sollten nicht entfernt werden. Etwa alle drei Wochen brauchen sie etwas Wasser. Im Frühjahr kommen sie dann wieder nach draußen. Sie blühen von Mai bis September.

Vermehrung von Fuchsien ist simpel: An der Pflanze wird ein Trieb unterhalb des Auges abgezupft, eventuell überzählige Blättchen entfernt. Dann kommt der Steckling in einen Topf mit Anzuchterde, der wiederum auf einen Teller mit Wasser. Mit einem übergestülpten Glas entsteht so eine Art Mini-Gewächshaus. So gedeiht bereits in wenigen Wochen eine Pflanze, die im Beet oder im größeren Topf erste Blüten trägt.

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