Eicker: „Es ist unser erster Offenbarungseid“

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Die Sperrung der Straße nach „Auf dem Heede“ wird offensichtlich über die Wiese umfahren. Daher wird man die Baken verbreitern oder an anderer Stelle errichten. ▪

HALVER ▪ „Wir wissen nicht, wie es weiter geht. Es ist unser erster Offenbarungseid“, zuckte Bürgermeister Dr. Bernd Eicker die Schultern. „Das kann so nicht bleiben!“, hatte Wolfgang Bürger (CDU), Vorsitzender des Bauausschusses, zuvor betont. Ebenso forderte Michael Brosch (SPD): „Wir brauchen einen Vorschlag der Verwaltung!“ Dies bezog sich auf die Vollsperrung eines etwa 700 Meter langen Teilstücks der Straße zwischen Engstfeld und „Auf dem Heede“, auf dem die Stadt, wie bereits berichtet, die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleisten kann.

Grund dafür ist nicht nur der mit Rissen und Schlaglöchern durchsetzte Asphalt, sondern der marode Untergrund. Bau-Fachbereichsleiter Franz Helmut Engel ließ keinen Zweifel daran, dass der Unterbau der Straße völlig aufgeweicht und marode ist. Daher würden auch Gewichts- oder Geschwindigkeitsbegrenzungen, wie von Brosch nachgefragt, nichts bringen. Ganz im Gegenteil: Mittlerweile wird die Sperrbake über die angrenzende Wiese umfahren, dadurch würde der sehr schlechte Zustand der Straße weiter leiden.

Aus diesem Grund wird jetzt darüber nachgedacht, die Sperrung zu verbreitern oder – so ein Vorschlag eines Anliegers – an einer anderen Stelle zu errichten, wo kein Umfahren der Bake über die Wiese möglich ist. Im übrigen ist die Polizei informiert und wird dort verstärkt kontrollieren: Wer auf der gesperrten Straße erwischt wird, muss mit einem Bußgeld rechnen.

Auf Bürgers Frage, bis wann es eine Lösung geben würde, konnte der Bürgermeister ebenfalls keine Antwort geben. Eicker hofft, dass bei der Einbringung des Haushalts 2011 im September, der im November verabschiedet werden soll, (finanzielle) Möglichkeiten vorhanden sein werden, die Straße im Frühjahr 2011 sanieren zu können. Bis dahin wird es wohl bei der Vollsperrung bleiben, denn 335 000 Euro – so viel würde der Neuaufbau der Straße kosten – wird die Stadt derzeit nicht schultern können.

Darüber hinaus, das kündigte Kämmerer Markus Tempelmann an, „werden wir von den Kilometern runter kommen müssen“ und – wie bei den Brücken – einen bestimmten Prozentsatz der knapp 300 Kilometer städtischen Straßen aufgeben müssen. Letztlich war auch der Antrag der CDU-Fraktion, die Sperrung im Bauausschuss zu behandeln, mehr oder weniger hinfällig geworden, weil es eigentlich nichts zu beraten gab. ▪ Det Ruthmann

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