Eicker betont gewaltige Herausforderungen

HALVER ▪ Der zehnte Neujahrsempfang der Stadt bildete gestern Morgen den Rahmen, einen Blick zurück und voraus zu werfen. Bürgermeister Dr. Bernd Eicker lobte dabei den schon geleisteten Einsatz von Ehrenamtlichen – und nahm die Bürger direkt für die Zukunft in die Pflicht. „Ehrenamtliches Engagement ist eine Stärke. Machen Sie so weiter, dann geht es mit unserem Halver positiv voran.“

Auch Pastor Claus Optenhöfel stellte in seiner Rede heraus, dass Gottes Segen nicht abstrakt vom Himmel fällt. „Er realisiert sich in Menschen, die anderen ein Segen sind.“ Der Hausherr, Realschulleiter Hartmut Wächter, betonte in der Aula: „Wer etwas für andere tut, tut das auch für sich selbst.“

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Neujahrsempfang Halver

Ein äußerst Aktiver wurde während des rund zweistündigen Programms ganz besonders hervorgehoben: Die Kulturszene in Halver jahrelang mitgeprägt hat Marek Tomicki bis zum gesundheitsbedingten Aus seiner Veranstaltungen in der Tanke, die weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt waren. „Menschen mit Kunst zusammen zu führen, war das Ziel von Marek Tomicki. Und das ist ihm gelungen“, unterstrich Bürgermeister Eicker. Dafür dankte er im Namen der Stadt dem Künstler, der die sechs Jahre in einem Satz zusammenfasste. „Es hat verdammt viel Spaß gemacht.“ Er hoffe, dass die Kulturszene weiter wachse.

Die Herausforderungen, vor der die Stadt stand und besonders noch steht, unterstrich Eicker in seinem Rück- und Ausblick. Die Themen waren dabei die Schneemengen, die auch Halver zu schaffen machten, die Auswirkungen der Wirtschaftskrise, die nun einem optimistischen Denken weitgehend gewichen sei, oder auch Projekte, die eben nur durch ehrenamtlichen Einsatz zu meistern gewesen seien. So wären für die Sportanlagen auf der Karlshöhe und Friedrichshöhe auch private Mittel in einem erheblichen Umfang geflossen. Die Herpine sei außerdem mittlerweile zu einem Bürgerbad geworden. Der Blick auf den Alten Markt begann mit neu aufgestellten Tischen und endete mit der geplanten Umgestaltung des Platzes. Als eine „Begegnungsstätte für alle Generationen“ bezeichnete Eicker zudem den Wandel der Altentagesstätte zum Bürgerzentrum. Zum Abschluss des Rückblicks, bei dem an Punkte erinnert wurde, wie die Sperrung der Straße „Auf dem Heede“, das Konjunkturpaket II, das neue Müllsystem, die Ansiedlung eines neuen Kinderarztes und die Regionale, forderte der Bürgermeister zum positiven Denken auf. „Ich bitte Sie, Dinge positiv zu begleiten und nicht im Vorfeld alles kaputt zu reden.“ Schließlich stünde die Stadt vor gewaltigen Herausforderungen. Hier nannte er den Fachkräftemangel und den Rückgang der Einwohnerzahl. Um Abhilfe zu schaffen, will Eicker einige Bereiche weiter voran bringen: neues attraktives Bauland, die Verbesserung der Einzelhandelsstruktur und der Straßenverhältnisse sowie die Förderung von Kunst und Kultur, ein barrierefreier Zugang zum Rathaus und die Optimierung der Finanzen.

Das weitere Rahmenprogramm: Kräftigen Applaus gab es besonders nach den musikalischen Darbietungen der Musikschule Eicker und der Gruppe „Comedian Organ Pipes“ sowie dem Rückblick in Bildern, den Matthias Clever und Lisa-Marie Weber lieferten. Auch die Sternsinger wurden herzlich begrüßt. Erstmals hatte die Stadt außerdem explizit die Neubürger zu der Veranstaltung eingeladen. Für sie stand ein besonderer Tisch bereit. ▪ Marco Fraune

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