Ehrung für Piyasena Hewakandamby

Bernd Kappenstein (Ehem. Bürgermeister Schwetzingen), Parlamentsmitglied Buddhika Pathirana, Piyasena und Mahesh Hewakandamby sowie Dr. René Pöltl (Oberbürgermeister Schwetzingen).

HALVER -  So wichtig die gemeinsame Anstrengung auch ist – ohne das Zutun Einzelner bleiben viele Projekte Wunschdenken. Etwa die Initiativen der Städte Halver und Schwetzingen in Matara: Ohne Piyasena Hewakandamby wären die Projekte der Städte Halver und Schwetzingen kaum realisierbar gewesen. Für sein Engagement wurde er nun ausgezeichnet.

In Deutschland liegen 263 Kilometer Straße zwischen Halver und Schwetzingen. In Sri Lanka indes befinden sich die Kommunen in unmittelbarer Nachbarschaft – beide setzten sich nach der Tsunami-Katastrophe Ende 2004 für den Wiederaufbau und die Hilfe der Hinterbliebenen in Matara ein. Doch das alles wäre ohne Piyasena Hewa-kandamby nicht möglich gewesen. „Er war unsere Schlüsselfigur“, betont Schwetzingens Oberbürgermeister Dr. René Pöltl, der jetzt mit einer Delegation nach Matara fuhr, um dem Vater des Halveraners Mahesh Hewakandamby eine besondere Ehre zuteil werden zu lassen: Der 84-Jährige erhielt die Verdienstmedaille der baden-württembergischen Stadt. „Eine seltene Ehre, die erstmals eine Person außerhalb der EU erhält“, so Pöltl.

Während sich das Projekt „Halver hilft Matara“ vornehmlich auf den Bau von Häusern für obdachlose Familien konzentrierte und außerdem die Einrichtung einer Schule unterstützte, rückte die „Fluthilfe Schwetzingen“ Waisenkinder in den Fokus. Unter der Schirmherrschaft des damaligen Oberbürgermeisters Bernd Kappenstein fand im März 2005 eine „Woche der Solidarität“ statt, in der 130 000 Euro zusammenkamen. Aktuell beläuft sich das Spendenaufkommen für das Projekt laut Internetseite auf rund 309 000 Euro. Mit dem Geld wurde ein Waisenhaus für 30 Jungen gebaut und in den folgenden Jahren weiterhin unterstützt. Heute werden noch 17 Jungen in dem Gebäude von hauptamtlich Aktiven betreut.

„Wir hatten damals das Geld, aber noch kein Projekt“, erinnert sich Bernd Kappenstein an die Anfänge der Zusammenarbeit mit den Hewakandambys. „Im Flugzeug nach Sri Lanka traf ich dann durch Zufall auf Mahesh Hewakandamby, der den Kontakt nach Matara herstellte.“ Mit Piyasena Hewakandamby habe man vor Ort einen „Mann mit Herz und sozialem Gewissen“ gehabt, der als Platzhalter für das komplexe Projekt fungiert und sich für die Realisierung eingesetzt habe – ein Engagement, dass auch die Initiatoren der Aktion „Halver hilft Matara“ in der Vergangenheit immer wieder betont haben.

Mit der Feierstunde am Dienstag in Matara wurde PiyasenaPiyasena Hewakandamby nun für seine Verdienste geehrt. Im Beisein von Abgeordneten und Fernsehsendern. „Ohne Menschen zu bewegen, kommt keine Hilfe an“, hieß es in den Grußworten unter anderem. Piyasena Hewakandamby hat Menschen bewegt. - Frank Zacharias

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