Ehrennadel als Dank für 16 Jahre Mitarbeit in der kfd

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Viele Weggefährtinnen bedankten und verabschiedeten sich von Anneliese Müller (Mitte). ▪

HALVER ▪ Nach insgesamt 16 Jahren Vorstandsarbeit, davon zwölf Jahren im Vorsitzendenteam, wurde Anneliese Müller aus Halver beim Diözesantag der kfd (katholische Frauengemeinschaft Deutschlands) in Mülheim nun verabschiedet. Zum Zeichen des äußeren Dankes erhielt sie die Ehrennadel des Bistums Essen für besondere Verdienste von Generalvikar Dr. Hans-Werner Thönnes überreicht, der sie in seiner Ansprache „als Frau für's Fegefeuer“ sah.

Anneliese Müller trat 1972 in die kfd ein, als sie und ihre Familie nach Halver zogen. Sie war von Beruf Oberstudienrätin und fast 25 Jahre in der Ehe- und Familienberatung tätig. „Die Arbeit dort war meine Erdung“, gestand sie rückblickend.“ In der kfd selbst war sie nur Mitglied und nicht aktiv engagiert, jedoch waren ihre Aktivitäten im Deutschen Akademikerinnenbund oder dem Deutschen Frauenrat über Halver hinaus bekannt. Als sie in dieser Zeit gefragt wurde, ob sie den Vorsitz im Dekanatsverband übernehmen wolle, der den Bereich Lüdenscheid, Meinerzhagen und Halver umfasst, sagte sie zu. Es dauerte nicht lange, bis sie in den Vorstand auf Diözesanebene gewählt wurde, der für das Bistum Essen eingerichtet war. Vier Jahre später gehörte sie dem Leitungsteam an. Dort kümmerte sie sich um die Finanzen des Diözesanverbandes und vertrat diesen Verband auf Bundesebene.

Im Bistum Essen selbst sorgte sie dafür, dass die kfd präsent war. Sie traf sich mit Bischöfen in Gesprächsrunden. Bischof Dr. Hubert Luthe erfuhr sie als zugewandt und umgänglich, Dr. Felix Genn könne gut zuhören und was ihn überzeuge, mache er auch mit. „Wichtig in diesen Gesprächen war auch immer herauszufinden, was kirchenrechtlich möglich ist, ohne dass über Ämter gestritten werden musste“, erinnerte sich Anneliese Müller. „Ebenso wichtig ist es, etwas verbindlich sein zu lassen, auch wenn ein neuer Pfarrer kommt, der alles umwerfen will. Dieses Ziel ist leider noch nicht erreicht.“

In ihrer aktiven Vorstandszeit hat sie wahrgenommen, dass die Frauen selbstbewusster geworden seien. Die älteren Frauen seien nicht nur brave Schäfchen. Sie nehmen nicht mehr fraglos Dinge hin, sie hinterfragen oft kritisch, so Müller. „Wir sollten versuchen, den Menschen Beheimatung in den immer größeren Gemeinden zu bieten.“

Ihr freie Zeit genießen, dass will Anneliese Müller mit ihren 71 Jahren nun. „Ich möchte mich mehr und meinen Mann, meine sechs Enkel und auch um mich kümmern“, überlegte sie und hatte dabei schon ihren Skiurlaub in der kommenden Woche im Auge. ▪ GeG

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