„Ehrenamtliche Tätigkeit in höchster Vollendung“

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Vorsitzender Lutz Wengenroth (rechts) und sein Stellvertreter Lothar Winkler (links) begrüßten all jene, die zur Realisierung des Kunstrasenplatzes beigetragen haben – unter ihnen Bürgermeister Dr. Bernd Eicker. ▪

HALVER ▪ Mehr als zwei Jahre haben sie für ihr Ziel gekämpft, gestern durften die Mitglieder, Freunde und Förderer des TuS Ennepe den Lohn für ihre Arbeit ernten: Mit gut 100 geladenen Gästen feierte der Verein an der Friedrichshöhe die offizielle Eröffnung seines Kunstrasenplatzes, der von nun an den Namen „FK Söhnchen-Arena“ tragen wird.

„Auch wir haben es geschafft, die hässliche rote Asche in ein leuchtendes Grün zu verwandeln“, fasste Lothar Winkler, zweiter Vorsitzender des Vereins, die zurückliegenden Monate noch einmal zusammen. „Und das ist ein echt geiles Gefühl. Ich könnte im Moment jeden Tag hierher fahren und mir einfach nur den Platz ansehen.“ Winkler nutzte die Gelegenheit, die Entstehungsgeschichte noch einmal Revue passieren zu lassen, er erinnerte an die zwei gescheiterten Konzepte sowie den Zuspruch durch Bürgermeister Dr. Bernd Eicker, selbst Mitglied des Vereins, weiterzumachen und an dem Kunstrasenplatz festzuhalten. „Ohne sein Zureden hätten wir die Flinte wahrscheinlich ins Korn geworfen.“ Doch das letzte, erneut überarbeitete und verbesserte Konzept hatte die Mehrheit im Rat schließlich überzeugen können. „Die Fairness hat am Ende gesiegt, denn auch wir hatten es verdient“, ist sich Winkler sicher.

Um dies zu unterstreichen, nannte Winkler noch einmal die Zahlen, auf denen die Realisierung des Kunstrasenplatzes aufgebaut war und betonte: 70 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 450 000 Euro habe der TuS Ennepe mit Hilfe seiner Mitglieder und Sponsoren aufgebracht. „Dieses Engagement ist einmalig und gibt es nur in Schwenke“, so Winkler weiter. Er „gratulierte“ der Stadt zu dem „neuen alten“ und vor allem für sie kostengünstigen Stadion, mit dem man nun auch wieder zuversichtlich in die Zukunft blicken könne.

Denn, so hatte es zuvor der Vorsitzende Lutz Wengenroth aufgezeigt, neben dem Seniorenbereich habe der Verein wieder in allen Jugendklassen melden können, darunter auch eine Mädchenmannschaft. „Wer geglaubt hat, der Platz sei nicht ausgelastet, hat irgendetwas falsch verstanden.“

Auch wenn gestern nicht alle Helfer und Sponsoren namentlich erwähnt werden konnten („Jeder, der heute hier ist, hat seinen Anteil daran, dass 450 Mitglieder auf der Anlage Sport treiben können“), so ließen es sich die Verantwortlichen nicht nehmen, einer Gruppe ganz besonders zu danken: „Diese zwölf älteren Herren haben in den letzten fünf Monaten sechs Tage in der Woche von früh bis spät einen Großteil dieser Anlage zu dem gemacht, was wir heute hier sehen. Alles ohne Murren, nur ab und zu mal ein Knurren. Das ist ehrenamtliche Tätigkeit in höchster Vollendung“, sprach Winkler diesen Zwölf ein dickes Dankeschön aus – bevor Willi Blisginnis mit dem alten Schwenker Trinklied den geselligen Teil der Veranstaltung einleitete. ▪ Kerstin Zacharias

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