Zukunft der Räume der Kita St. Georg

Was passiert mit der ehemaligen Kita St. Georg?

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Das Gelände der ehemaligen Kita St. Georg soll Platz für Seniorenwohngen und eine Tagespflege bieten.

Oberbrügge - Das Gebäude der ehemaligen Kita St. Georg in Oberbrügge ist verkauft.

Das Demenz-Kompetenz-Zentrum Haus Waldfrieden plant eine Dependance in Oberbrügge. Zu diesem Zweck habe man den früheren katholischen Kindergarten St. Georg am Burgweg erworben, bestätigte Geschäftsführer Matthias Lauermann auf Anfrage des Allgemeinen Anzeigers. 

In der kommenden Woche wird das Vorhaben erstmals Thema für die Politik im Ausschuss für Planung und Umwelt. Am Dienstag, 24. September, geht es um 17 Uhr im Ratssaal (öffentlich) um den Einleitungs- und Entwurfsbeschluss des Bebauungsplans Nr. 11, Oberbrügge, Burgweg – Am Lingenberg. Eine Vorstellung des Vorhabens für die Anwohner solle zeitnah erfolgen, sagte Matthias Lauermann weiter. 

Seniorenwohnungen und Tagespflege

Mit der entsprechenden Änderung sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden für die Errichtung von voraussichtlich acht Seniorenwohnungen und einer Tagespflege mit bis zu 18 Plätzen. Das etwa 1700 Quadratmeter große Grundstück wurde über Jahrzehnte durch die katholische Kita genutzt und sei seit der Schließung am 31. Juli 2018 ohne Folgenutzung, heißt es in der Vorlage. 

Die Kita St. Georg war bis Sommer 2018 noch in Betrieb.

Das bestehende Gebäude solle erhalten bleiben, möglicherweise könne dort zusätzlich auch eine Arztpraxis untergebracht werden. Entlang des Burgwegs soll ein zweigeschossiger und barrierefrei erschlossener Neubau errichtet werden, der an das Bestandsgebäude der ehemaligen Kita angebaut werden soll. Die Kita selbst werde um eine Etage aufgestockt, so der Plan. 

Aufstockung der Kita

Die Seniorenwohneinheiten sollen entweder in einer entsprechend betreuten Wohngemeinschaft zusammengefasst oder in eigenständigen sogenannten Servicewohnungen untergebracht werden. Als Servicewohnungen werden Wohnungen bezeichnet, bei denen für die Bewohner die Möglichkeit besteht, bestimmte altersgerechte Unterstützungsleistungen wie beispielsweise Hausnotruf, Reinigungs- und Wäschedienst oder Bringservice für Mahlzeiten in Anspruch zu nehmen. Durch die Nähe zwischen den Seniorenwohnungen und der Tagespflege sollen entsprechende Synergieeffekte im Bereich der Versorgung gefördert werden. 

Der Bau der Seniorenwohnungen sowie der Tagespflege erhöhe im Ortsteil Oberbrügge das Angebot an altengerechten Wohn- beziehungsweise Pflegeangeboten. Für diese Formen des Seniorenwohnens bestehe aktuell eine steigende Nachfrage, heißt es in der Begründung. Zurzeit ist die Fläche noch als Fläche für den Gemeinbedarf mit Zweckbestimmung Kindergarten ausgewiesen. Der rechtskräftige Bebauungsplan gibt die jetzt geplante Nutzung nicht her und müsste entsprechend geändert werden. Aufgrund der Lage des Projekts kann die Änderung im beschleunigten Verfahren und auch ohne offizielle Bürgerversammlung erfolgen. Vor der Ausschusssitzung will die Politik die Örtlichkeit besichtigen.

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